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Taurus-Leak:
Digitale Zeitenwende ist nicht in Sicht

Dass der Verteidigungsminister beim Taurus-Leak von einer Desinformationskampagne spricht, geht am Thema vorbei: Es fehlt an den entscheidenden Stellen einfach an IT-Sicherheitswissen.
/ Caroline Krohn , Manuel Atug
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"Es handelt sich um einen hybriden Angriff zur Desinformation", sagt Boris Pistorius über den Taurus-Leak. (Bild: Maja Hitij/Getty Images)
"Es handelt sich um einen hybriden Angriff zur Desinformation", sagt Boris Pistorius über den Taurus-Leak. Bild: Maja Hitij/Getty Images

Heute, am Tag, an dem dieser Beitrag entsteht, ist eigentlich alles wie immer: Menschen in Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft gehen zur Arbeit, reisen, treffen sich virtuell und besprechen Dinge. Alle nutzen digitale Tools, die unsere Vorgänge vereinfachen sollen. In einigen Ländern Afrikas, im Nahen Osten und vor allem in Europa toben gerade Kriege, aber das spielt in unserem Alltag allenfalls mittelbar eine Rolle. Was wir hier in Deutschland damit zu tun haben – unklar. Und doch klingeln unsere Telefone heute ohne Unterlass – und zwar wegen der Bundeswehr.

Vergangenen Donnerstag wurde ein Mitschnitt eines Gesprächs zwischen hochrangigen Bundeswehroffizieren, die sich teilweise aus dem Ausland auf die regulär vom Bundesministerium der Verteidigung angebotene audiovisuelle Konferenzsoftware Cisco Webex eingewählt haben, auf dem russischen Social-Media-Anbieter VK veröffentlicht. Das Gespräch selbst fand eine Woche zuvor statt.

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