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Tauchboot: Touristen auf dem Weg zur Titanic verschollen

Ein kleines U-Boot sollte Touristen zum Wrack der Titanic in 3.800 Metern Tiefe bringen. Doch nun ist das Boot verschollen. Die Suchaktion läuft.
/ Patrick Klapetz
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Das kleine U-Boot Titan von Ocean Gate bei einer Tauchfahrt (Bild: Ocean Gate)
Das kleine U-Boot Titan von Ocean Gate bei einer Tauchfahrt Bild: Ocean Gate

Am Montag ist ein Tauchboot mit fünf Passagieren – ein Pilot, ein Missionsexperte und drei Touristen – in der Nähe des Wracks der Titanic verschwunden(öffnet im neuen Fenster) . Laut der US-Küstenwache ging der Kontakt zu dem kleinen U-Boot nach etwa einer Stunde und 45 Minuten während des Tauchgangs verloren. Derzeit läuft die Suchaktion auf Hochtouren. Sowohl die US-amerikanische als auch die kanadische Marine sind neben kommerziellen Tiefseefirmen an der Rettungsaktion beteiligt.

Das Wrack der Titanic liegt etwa 700 Kilometer südlich von St. John's (Neufundland, Kanada) in einer Tiefe von 3.800 Metern. "Wir gehen davon aus, dass wir derzeit zwischen 70 und den vollen 96 Stunden zur Verfügung haben" , erklärte Konteradmiral John Mauger von der US-Küstenwache am Montagmittag auf einer Pressekonferenz.

Eine teure und nun auch dramatische Expedition

Bei dem vermissten Schiff soll es sich um das Titan-Tauchboot von Ocean Gate(öffnet im neuen Fenster) handeln. Es hat ungefähr die Größe eines Lastwagens und kann fünf Personen beherbergen. Sein Sauerstoffnotvorrat ist für einen viertägigen Tauchgang ausgelegt. Die Titan soll knapp 4.000 Meter (13.100 Fuß) tief tauchen können und ist somit als einziges U-Boot von Ocean Gate dazu in der Lage, das Wrack der Titanic zu erreichen.

Das Unternehmen preist die achttägige Reise mit seinem Kohlefaser-Tauchboot an als "Chance, aus dem Alltag auszusteigen und etwas wirklich Außergewöhnliches zu entdecken" . Ein Ticket kostet 250.000 US-Dollar. Ein Tauchgang zum Wrack soll einschließlich des Ab- und Aufstiegs etwa acht Stunden dauern.

An Bord soll sich auch der 58-jährige britische Milliardär, Geschäftsmann und Forscher Hamish Harding(öffnet im neuen Fenster) befinden. Er hatte zuletzt auf den sozialen Netzwerken berichtet, dass sich ein Wetterfenster für den Tauchgang geöffnet habe und man versuchen werde zu tauchen.

Mittlerweile brach der Kontakt zur Besatzung ab. Ein ehemaliger Kunde der Expedition, David Pogue vom US-Nachrichtensender CBS News, berichtete der BBC(öffnet im neuen Fenster) , dass es bereits damals Probleme mit dem Aufrechterhalten des Kontaktes zur Wasseroberfläche gegeben habe.

Weder Funk noch GPS funktionierten unter Wasser , weswegen es keine Möglichkeit gegeben habe, zwischen Schiff und U-Boot zu kommunizieren. "Wenn sich das Begleitschiff direkt über dem U-Boot befindet, können sie kurze Textnachrichten hin- und herschicken" , sagte Pogue. Es gibt derzeit nur wenige Möglichkeiten , aus einer solchen Tiefe zu kommunizieren.


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