Abo
  • Services:

PC-Software hat spezifische Anforderungen

Nachdem wir mit der Programmierung des LC Boards herumgespielt haben, wächst unser Interesse an der Steuerungssoftware. Mit dieser können Makros übersichtlicher einprogrammiert werden - und eben die Darstellung der LC-Displays. Im Forum von Deskthority - einer Internetseite für Tastaturen - sind wir bereits an einige Unterlagen zur Tastatur gelangt, zudem hat uns der Erfinder des LC Boards, Reinhard Engstler, mit dem Handbuch versorgt. Engstler hat als Student die LC-Board-Tastaturen entwickelt, die ab dem Jahr 1985 auf den Markt gekommen sind. Auch heute produziert Engstlers Firma Engstler Elektronik Entwicklung, kurz E³, Tasten mit eingebauten Displays.

  • Das LC Board MF2.34 von Hohe Elektronik stammt aus den 1980er Jahren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur - unter dem Namen "TheBoard" vermarktet - hat 34 Zusatztasten, die mit kleinen LCDs bestückt sind. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Generell sind alle Tasten des LC Boards mit Makros programmierbar, bei den LCD-Tasten lässt sich zumindest theoretisch auch noch das jeweilige Piktogramm ändern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das LC Board hat einen PS/2-Anschluss, mit Hilfe eines Adapters lässt sich die Tastatur problemlos an einem modernen Computer betreiben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das LC Board ist aus eher dünnem Kunststoff und so groß wie eine herkömmliche Terminaltastatur - also groß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Stecker des LC Board (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das LC Board wirkt aufgrund seiner Bauweise noch massiver, als es eh schon ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die linke LCD-Tastenreihe (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das LC Board hat Futaba White Switches, taktile mechanische Schalter mit charakteristisch dumpfem Klang. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tasten der linken Reihe haben die vergangenen 30 Jahre gut überstanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An zahlreichen LCD-Tasten der oberen Reihen hingegen sind die Jahre nicht spurlos vorübergegangen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Steuerungssoftware LCTOOL ist nur auf DOS-Rechnern mit bestimmten Taktraten nutzbar und bietet eine grafische Oberfläche für die Programmierung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • So lassen sich dort die Makros und die Piktogramme bearbeiten und speichern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das LC Board an unserem DOS-Rechner, nebst zeitgenössischer Literatur (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das LC Board lässt sich nur an unserem DOS-PC betreiben, wenn wir die Taktrate auf 8 MHz einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Steuerungssoftware LCTOOL ist nur auf DOS-Rechnern mit bestimmten Taktraten nutzbar und bietet eine grafische Oberfläche für die Programmierung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Nach einer großangelegten Suche konnten Engstlers Mitarbeiter im Archiv die Software auf 5,25-Zoll-Disketten finden, diese aber nirgendwo mehr auslesen. Glücklicherweise konnte uns ein weiterer Nutzer des Deskthority-Forums das Programm schicken: Mit LCTOOL sollten wir auf alle Funktionen des LC Boards zugreifen können, inklusive der Programmierung der LCD-Beschriftung - zumindest theoretisch.

33 MHz sind für die Software zu viel

In der Praxis war es alles andere als einfach, die Software überhaupt zum Laufen zu bringen. Grundsätzlich funktioniert LCTOOLS nur mit einem DOS-PC - alle unsere modernen Rechner schieden demnach aus. Zwar lässt sich das LC Board problemlos mit einem PS/2-USB-Adapter an aktuellen Geräten nutzen - inklusive tastatureigener Programmierungsmöglichkeit -, die Software allerdings verweigert ihren Dienst.

Also musste der alte 486er aus dem Keller geholt werden. Auch hier gab es jedoch zunächst Probleme: Trotz korrekt angeschlossener und innerhalb des restlichen DOS-Systems funktionierender Tastatur erkannte LCTOOLS das Keyboard nicht. Der Grund war in der Konfigurationsdatei des Programms zu finden: LCTOOLS unterstützt nur Computer mit einer Taktzahl von 4, 6, 8 oder 10 MHz - und wir hatten bei unserem PC natürlich den Turbomodus eingeschaltet. Entsprechend lief er auf sensationellen 33 MHz, für LCTOOLS ein Ausschlusskriterium.

Wer programmieren will, muss Zeit mitbringen

Nachdem wir den Turbomodus deaktiviert und in die Konfigurationsdatei die korrekte Taktzahl von 8 MHz eingegeben hatten, startete LCTOOLS und erkannte unser Tastaturmodell zuverlässig. "Jetzt kann der Programmierspaß beginnen!", dachten wir, und warteten erst einmal: Das Auslesen und Laden von Daten zwischen PC und Tastatur dauert gefühlt ewig. Um den Bearbeitungsmodus aufrufen zu können, benötigt es eine Wartezeit von ungefähr zehn Minuten. Der abschließende Speichervorgang dauert ebenso lange, die Zwischenschritte - also etwa der Aufruf einer einzelnen Taste, um ihre LC-Anzeige zu bearbeiten, dauert zwischen zwei und fünf Minuten.

Die Programmierung ist entsprechend zeitaufwendig. Wollen wir einfach nur Makros eingeben, ist das über die direkte Programmierung mit der String-Taste weitaus einfacher und schneller zu erledigen. Der Vorteil der Softwareprogrammierung ist, dass wir unser Makro nach der Eingabe noch bearbeiten können; machen wir einen Fehler, können wir diesen einfach beseitigen. Bei der direkten Eingabe müssen wir hingegen das gesamte Makro neu eingeben.

 Weiße Futaba Switches für ungewöhnliches TippgefühlDie Piktogramme wollen sich nicht programmieren lassen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 399€ (Vergleichspreis ab 467€)

Ozzelot 12. Nov 2018

I recently bought a TheBoard myself - a 1.24A with LCDs in all the keys. I contacted E3...

tommf 15. Jul 2017

Die Tastatur mit den Displays in fast allen Tasten wurde von der Firma C.O.S. aus...

Mimifrie 11. Jul 2017

Kommt immer auf die Anwendungen an. Wir nutzen die G13 wegen ihrer SDK und wirklich...

Crass Spektakel 11. Jul 2017

Wenn es schon mal um alte Tastaturen geht, hat jemand eine SETUP-Taste für mich übrig...

Gaius Baltar 08. Jul 2017

Mein erster PC, ein 286er, hatte einen Turboschalter zwischen 8 und 12MHz. Soviel zur...


Folgen Sie uns
       


Amazons Echo Sub im Test

Mit dem Echo Sub lassen sich Echo-Lautsprecher mit Tiefbass nachrüsten. Die Echo-Lautsprecher sind allerdings im Mittenbereich vergleichsweise schwach, so dass das Klangbild entsprechend leidet. Sobald zwei Echo-Lautsprecher miteinander verbunden sind, gibt es enorm viele Probleme: Die Echo-Geräte reagieren langsamer, es gibt Zeitverzögerungen der einzelnen Lautsprecher und das Spulen in Musik ist nicht mehr möglich. Wie dokumentieren die Probleme im Video.

Amazons Echo Sub im Test Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /