Tastatur-Austausch: Apple kann Tasten am Macbook nicht einzeln reparieren

Butterfly wird für Apple zum Bumerang. Apple hat sich mit den sogenannten Butterfly-Tastaturen in den Macbook-Notebooks einige Probleme eingehandelt. Einzelne Tasten können gar nicht repariert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Macbook-Tastatur
Eine Macbook-Tastatur (Bild: Robert Galbraith/Reuters)

Die Butterfly-Tastaturen können ein großes Problem für Apple werden. Denn das vor einer Woche begonnene kostenlose Programm zum Austausch der Tastaturen in einem Macbook oder Macbook Pro kann für für das Unternehmen teuer werden. Der Grund liegt darin, dass die Tastatur so stark auf eine möglichst dünne Bauweise getrimmt wurde, dass sich einzelne Tasten oft nicht wechseln lassen, wie iFixit berichtet. Es hat sich darauf spezialisiert hat, die Reparierbarkeit von Geräten zu untersuchen.

Stellenmarkt
  1. Cyber Security Analyst / Penetration Tester:in (w/d/m)
    Haufe Group, Freiburg im Breisgau
  2. Systemadministrator (m/w/d) Customer Service
    Dürkopp Fördertechnik GmbH, Bielefeld
Detailsuche

Nach den Erkenntnissen von iFixit kann vor allem die Leertaste nicht einzeln ersetzt werden. Sobald die Tastenkappe entfernt wird, wird auch die Taste selbst unbrauchbar. Die Leertaste ist die mit Abstand am stärksten beanspruchte Taste, daher ist das Risiko hoch, dass sie kaputt geht. Zu einem Defekt kann es etwa kommen, wenn sich Staubpartikel unter der Taste festsetzen.

An der Butterfly-Tastatur hängt noch mehr

Bei vielen Macbook-Modellen lassen sich nur einzelne Tasten nicht wechseln, es kann nicht einmal nur die Tastatur ausgetauscht werden. Sie wird als Einheit zusammen mit dem Trackpad und den Lautsprechern verbaut, so dass diese Komponenten ebenfalls ersetzt werden müssen, wenn eigentlich nur die Tastatur ersetzt werden muss.

2015 führte Apple einen neuen Tastaturmechanismus namens Butterfly ein, der beim Macbook und dann auch beim Macbook Pro verwendet wird. Zuvor verwendete Apple bei Notebook-Tastaturen meist einen Scherenmechanismus. Der Butterfly-Mechanismus hat einen sehr geringen Tastenhub. Dadurch kippeln die Tasten nicht, auch wenn ihre Ränder getroffen werden. Dadurch kann das Notebook besonders dünn werden.

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.02.2023, virtuell
  2. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    09.-11.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der geringe Tastenhub sorgt aber auch dafür, dass bereits kleinste Krümel in der Tastatur stören können. Dadurch verursachen die Tasten beim Tippen knirschende Geräusche. Sie können auch versagen oder es kann zu Tastenprellern kommen, so dass Zeichen ungewollt mehrfach eingegeben werden. Wer solche Probleme hat, kann sich an Apple wenden und eine kostenlose Reparatur vornehmen lassen.

Apple reagierte erst nach vielen Monaten

Auf Kundenklagen über Ausfälle der Macbook-Tastaturen beklagt reagiert Apple erst nach Monaten. Kunden unternahmen mehrere Versuche, wegen der Tastaturausfälle Sammelklagen gegen Apple anzustrengen. Kurz darauf wurde das kostenlose Austauschprogramm gestartet.

Kunden können entweder bei Apple oder einem autorisierten Apple-Service-Provider die Tastatur kostenlos reparieren lassen. Welche Arbeitsschritte genau erfolgen, wird vor Ort vom Techniker nach Untersuchung der Tastatur entschieden. Dann kann der Austausch einer oder mehrerer Tasten oder der gesamten Tastatur notwendig sein. Wer seine Tastatur bereits repariert hat, soll dafür das Geld von Apple zurückbekommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


My1 03. Jul 2018

Identisch würde ich nicht sagen, aber verdammt ähnlich.

Trollversteher 03. Jul 2018

Peinlicherweise ist das sogar auch bei vielen billig-Notebooks so. Hab erst vor zwei...

nmSteven 02. Jul 2018

Das ist wirklich nicht so unwahrscheinlich. Zumindest ohne mechanische Komponenten. Der...

jsm 02. Jul 2018

"dass sich einzelne Tasten oft nicht wechseln lassen" Darf man sich als Leser aussuchen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Metaverse
EU blamiert sich mit interaktiver Onlineparty

Rund 387.000 Euro an Kosten, fünf Besucher auf der Onlineparty: Ein EU-Projekt wollte junge Menschen als Büroklammer tanzen lassen.

Metaverse: EU blamiert sich mit interaktiver Onlineparty
Artikel
  1. Elektromobilität: Hyundai zeigt Elektrosportwagen Ioniq 5 N
    Elektromobilität
    Hyundai zeigt Elektrosportwagen Ioniq 5 N

    Hyundai hat erstmals ein Video mit dem Ioniq 5 N veröffentlicht. Das besonders sportliche Fahrzeug soll die N-Marke beleben.

  2. High Purity in der Produktion: Unter Druck reinigen
    High Purity in der Produktion
    Unter Druck reinigen

    Ob Autos, Elektronik, Medizin oder Halbleiter: Die Reinhaltung bis in den Nanobereich wird immer wichtiger. Das stellt hohe Anforderung an Monitoring und Prozesslenkung.
    Ein Bericht von Detlev Prutz

  3. Patches: Anti-Ruckel-Updates für Pokémon und Callisto zeigen Wirkung
    Patches
    Anti-Ruckel-Updates für Pokémon und Callisto zeigen Wirkung

    Warum nicht gleich so? Für die von Bugs geplagten Computerspiele Pokémon Karmesin/Purpur und The Callisto Protocol gibt es Updates.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: Kingston FURY Beast RGB 32GB DDR5-4800 146,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn: u. a. SanDisk Ultra microSDXC 512GB 39€ • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /