Tarnkappenflugzeug: US-Bericht schlüsselt enorme Probleme mit F-35 auf

Das US Government Accountability Office GAO hat einen Bericht(öffnet im neuen Fenster) bezüglich des Zustands der F-35-Flugzeugflotte im US-Militär veröffentlicht. Er konzentriert sich größtenteils auf die Probleme bei der Wartung und den Fakt, dass teilweise Teile und Expertise für die Instandhaltung der Kampfjets fehlen.
"Die Missionsbereitschaftsquote der F-35-Flotte - der Prozentsatz der Zeit, in der das Flugzeug seine Aufgabe erfüllen kann - lag im März 2023 bei etwa 55 Prozent und somit weit unter den Programmzielen" , heißt es in dem Bericht ( via The Register(öffnet im neuen Fenster) ).
Die Behörde stellte sechs Kernprobleme fest, die zur schlechten Verfügbarkeit beitragen. Unter anderem seien Ingenieure und Techniker teilweise nicht ausreichend für die Reparatur des komplexen Tarnkappenflugzeugs geschult. Außerdem verlasse sich das US-Militär beim Support zu sehr auf externe Vertragspartner und habe so weniger Einfluss bei wichtigen Entscheidungen. Teilweise gebe es nicht einmal genug Ersatzteile, um die Flugzeuge instand zu halten.
Zwölf Jahre im Rückstand
Erste Probleme mit der F-35-Flotte zeigten sich schon 2017. Zu diesem Zeitpunkt war das US-Militär bereits sechs Jahre hinter der geplanten Erneuerung hinterher. Mittlerweile sind es laut GOA 12 Jahre.
Momentan werden 450 F-35 aktiv von diversen US-Militärzweigen genutzt. Es sind eigentlich 2.500 Flugzeuge geplant, die unter anderem die alten F-16 und andere Düsenflugzeuge ersetzen sollen. Das Programm soll allein für die Instandhaltung über die gesamte Zeitspanne etwa 1,3 Billionen US-Dollar kosten.
Das Flugzeug wird in verschiedenen Varianten hergestellt. So verwendet das US Marine Corps die F-35B, die sich senkrecht starten und landen lässt. Viele andere Nationen, darunter Deutschland, interessieren sich ebenfalls für die F-35, da es eines der modernsten Stealth-Multifunktionsflugzeuge ist. Ein Exemplar kostet etwa 100 Millionen US-Dollar - Wartungskosten exklusive.
Vor Kurzem meldete das US-Militär einen Jet als verloren . Der Pilot musste per Schleudersitz das Cockpit verlassen und landete in einer bewohnten Gegend auf dem Grundstück einer Zivilperson. Das Flugzeug, das durch die tarnkappengünstige Form nur mit viel Steuerungselektronik überhaupt in der Luft bleiben kann, flog selbstständig etwa 97 Kilometer weiter(öffnet im neuen Fenster) und stürzte auf einem Feld in South Carolina ab.



