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Tarifvertrag wird abgelehnt: Tesla-Angestellte in Grünheide bekommen mehr Geld

Die Gehälter im deutschen Tesla-Autowerk bei Berlin steigen. Das Unternehmen sieht die Beschäftigten bessergestellt, als wenn es einen Tarifvertrag gäbe.
/ Ingo Pakalski und dpa
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Beschäftigte in der Tesla-Gigafactory in Grünheide bekommen mehr Gehalt. (Bild: Odd Andersen/AFP via Getty Images)
Beschäftigte in der Tesla-Gigafactory in Grünheide bekommen mehr Gehalt. Bild: Odd Andersen/AFP via Getty Images

Der US-Elektroautohersteller Tesla will seine Gehälter für das einzige europäische Autowerk in Grünheide bei Berlin um bis zu fünf Prozent anheben. Die Geschäftsführung der Gigafactory Berlin-Brandenburg plane, zum 1. Oktober 2026 die Entgelte um durchschnittlich vier bis fünf Prozent zu erhöhen, erklärte das Unternehmen.

In der Produktion sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Angaben des Unternehmens fünf Prozent mehr erhalten. Sie machen den größten Teil der Beschäftigten aus. Die Facharbeiterinnen und Facharbeiter sollen vier Prozent mehr erhalten, dazu komme ein leistungsbezogener Bonus. In diesem Bereich arbeiteten zuletzt nach Unternehmensangaben knapp 11.000 Beschäftigte.

In jedem Jahr seit Beginn der Produktion im März 2022 seien die Entgelte erhöht worden, erklärte Tesla. Zum 1. Dezember 2025 hatte Tesla in Grünheide die Gehälter für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk um vier Prozent angehoben. Zum 1. November 2024 erfolgte ebenfalls eine Lohnerhöhung um vier Prozent.

Tesla ist gegen Gewerkschaften und Tarifverträge

Das Einstiegsgehalt für Beschäftigte in der Produktion liegt damit nach Angaben des Autobauers bei rund 45.750 Euro im Jahr. Der Wert liege über dem Tarifgehalt.

Tesla wehrt sich gegen einen Tarifvertrag. Die IG Metall setzt sich dafür ein, dass er bei dem Autobauer eingeführt wird. Das Verhältnis zwischen dem Unternehmen und der Gewerkschaft ist angespannt.

Im März 2026 reichte die IG Metall Klage gegen Tesla ein. Es geht um Wahlbeeinflussung gegen die im Frühjahr 2026 stattgefundene Betriebsratswahl bei Tesla. Der durch den Konzern von Drohungen geprägte Wahlkampf um die Betriebsratswahl und die zahlreichen Einschüchterungsversuche sowie die ungleiche Behandlung der einzelnen Listen und Kandidaten lasse "keinen anderen Rückschluss zu", als dies als unzulässige Wahlbeeinflussung zu betrachten, argumentiert die Gewerkschaft.


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