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Tarifrunde: Verdi bewertet Telekom-Angebot als zu gering

Nach langer Wartezeit hat die Telekom ein Angebot in der laufenden Tarifrunde vorgelegt. Verdi fordert 5,5 Prozent mehr Geld, die Telekom bietet nur 2 Prozent.
/ Achim Sawall
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Protest bei T-Systems (Bild: Verdi)
Protest bei T-Systems Bild: Verdi

Verdi bewertet das Angebot des Konzerns(öffnet im neuen Fenster) in der laufenden Tarifauseinandersetzung bei der Deutschen Telekom als nicht akzeptabel. Das gab die Gewerkschaft am 22. März 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster). "Das Angebot erfüllt die Erwartungen der Beschäftigten in keiner Weise. Die angebotene Entgelterhöhung ist zu gering, und die Laufzeit ist zu lang", sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Sauerland.

Für die Konzernzentrale und die Telekom Deutschland sollen laut Konzernangaben die Gehälter der tariflich Beschäftigten zum 1. Juli 2018 um zwei Prozent steigen. Zum 1. März 2019 ist eine weitere Erhöhung um 1,7 Prozent vorgesehen. Gleiches gilt für die Auszubildenden und dualen Studenten im Konzern. Die Telekom strebt einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 28 Monaten an.

Telekom: Bisher zweimal Warnstreiks

Verdi fordert 5,5 Prozent mehr Geld für bundesweit 62.000 Tarifangestellte, Auszubildende und Studenten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und die Vergütungen für dual Studierende sollen um 75 Euro angehoben werden.

"Mit diesem Angebot für eine deutliche Gehaltsanhebung unterstreichen wir unsere Bereitschaft, uns am Verhandlungstisch zu einigen", sagte Simone Thiäner, Geschäftsführerin Personal der Telekom Deutschland und Verhandlungsführerin.

Zu Beginn der dritten Tarifverhandlungsrunde am 21./22. März 2018 rief Verdi bei der Telekom zu weiteren vollschichtigen Warnstreiks in Bayern auf. Rund 700 Beschäftigte der technischen Bereiche und des Kundenservices haben an den Telekom-Standorten Schweinfurt, Bayreuth, Würzburg, Rosenheim und Kempten gestreikt.

Zuvor hatten bereits 500 Beschäftigte der technischen Bereiche und des Kundenservices in München die Arbeit niedergelegt und sich zu einer Streikkundgebung versammelt. Sie erklärten sich solidarisch mit den zeitgleich Streikenden des öffentlichen Dienstes.


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