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Tarifrunde: Ganztägige Warnstreiks bei der Telekom

Die Konzernführung habe bisher in der Tarifrunde kein Angebot vorgelegt. Heute kommt es bei der Telekom zu Verzögerungen im Kundenservice, im Glasfaserausbau und zu Absagen bei Kundenterminen.
/ Achim Sawall
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Aktive Telekom-Beschäftigte in der Tarifrunde 2024 (Bild: Verdi)
Aktive Telekom-Beschäftigte in der Tarifrunde 2024 Bild: Verdi

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft am 29. April 2026(öffnet im neuen Fenster) Beschäftigte der Telekom in der Tarifrunde zu einem ganztägigen Streik auf. Am Vortag gab es bereits im Norden und Osten Deutschlands Arbeitsniederlegungen, nachdem die zweite Verhandlungsrunde am Montag ohne ein Angebot der Konzernführung zu Ende gegangen war.

"Wir führen die Verhandlungen am Verhandlungstisch und setzen dort auf eine konstruktive Lösung", sagte Telekom-Sprecher Andreas Fuchs Golem.

"Mehr als 3.000 Kolleginnen und Kollegen aus dem Norden und Osten Deutschlands haben sich an den Warnstreiks beteiligt. Das war ein guter Auftakt", sagte Verdi-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert. Betroffen waren Standorte in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg.

Verdi: Einschränkungen für Kunden der Telekom lassen sich nicht vermeiden

Für den heutigen Mittwoch sind Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant. Vom Streik betroffen seien mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns, so Röckert. "Aufgrund der Warnstreiks kann es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau sowie zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen. Gewisse Einschränkungen für Kundinnen und Kunden der Telekom lassen sich nicht vermeiden – uns geht es aber in erster Linie darum, ein Signal an die Arbeitgeber zu senden, in den Tarifverhandlungen ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen."

Verdi fordert in der diesjährigen Tarifrunde bei der Telekom eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro erhöht werden. In der vorigen Tarifrunde im Jahr 2024 forderte die Gewerkschaft eine Entgeltsteigerung von zwölf Prozent, mindestens aber 400 Euro pro Monat.

Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11./12. Mai 2026 angesetzt.


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