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Tarifreform: Gema setzt Jubel-Team auf sozialen Netzwerken ein

Die Gema bedauert, dass die deutschlandweiten morgigen Anti-Gema-Demonstrationen nicht verboten werden konnten. Als Gegenmittel kommen "lancierte Medienberichte" und ein Backup-Team für Social-Media-Kanäle zum Einsatz.
/ Achim Sawall
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Proteste in Berlin am 22. August 2012 (Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images)
Proteste in Berlin am 22. August 2012 Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images

Die Gema bereitet sich mit einem speziellen PR-Team auf die morgigen deutschlandweiten Demonstrationen gegen die geplante Tarifreform vor. Das geht aus einer E-Mail hervor(öffnet im neuen Fenster) , die die Verwertungsgesellschaft an ihre Mitglieder versandt hat. Eine Gema-Sprecherin hat Golem.de die Echtheit des Schreibens bestätigt.

Bedauernd heißt es darin, dass ein "rechtliches Vorgehen der Gema dagegen (...) aufgrund des grundgesetzlich gewährleisteten Versammlungsrechts nicht möglich" sei, auch wenn von den Organisatoren vielfach mit "falschen und polemischen Behauptungen gearbeitet" werde.

Die Gema bereite sich auf die Gegendemonstration mit "lancierten Medienberichten" vor. Die "Dynamik in den Social-Media-Kanälen verfolgen wir mit einem erweiterten Backup-Team, das hier schnell und schlagkräftig Posts und Tweets kommentiert und die Diskussion rund um die Demo sachlich steuert."

Den Mitgliedern wird von der Gema eine Argumentationshilfe bereitgestellt, dass "die Tarifreform stichpunktartig plakativ zusammenfasst" . Das Schreiben sei an rund 33.000 E-Mail-Adressen verschickt worden.

"Die E-Mail ist authentisch" , sagte eine Gema-Mitarbeiterin aus dem Bereich Marketing & Kommunikation Golem.de. Der Versand sei auf Wunsch der Mitglieder erfolgt. Die Gema ist selbst bei Twitter und Facebook mit Gema Dialog aktiv. "Man weiß ja nicht, was passiert, dafür muss man sich heutzutage aufstellen. Das Backup-Team ist bei Gema Dialog aktiv. Wir fangen jetzt nicht an, in andere Blogs und Foren zu gehen, dann kämen wir nicht mehr hin" , sagte sie.


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