• IT-Karriere:
  • Services:

Tarife: O2-Kunden kriegen kostenloses EU-Roaming nicht automatisch

Kunden von O2 müssen den Netzbetreiber kontaktieren, um sicherzustellen, dass sie keine EU-Roaming-Gebühren mehr bezahlen. Die Verordnung enthält unklare Formulierungen, die die Betreiber ausnutzen.

Artikel veröffentlicht am ,
O2 macht es den Kunden nicht leicht.
O2 macht es den Kunden nicht leicht. (Bild: Telefónica Deutschland)

Viele O2-Kunden müssen selbst aktiv werden und den Tarif wechseln, um im EU-Ausland wirklich ohne Roaminggebühren telefonieren zu können. Darauf weist eine Verbraucherzentrale hin. "Kunden mit alternativen Roamingtarifen, die per Vertrag eine bestimmte Roamingoption festlegen, müssen bei O2 aktiv wechseln und werden nicht automatisch auf den regulierten EU-Roaming-Tarif umgestellt", erklärte Stefanie Siegert von der Verbraucherzentrale Sachsen. Nur wenn Kunden sich bereits in einem regulierten Tarif befänden, erfolge die Umstellung automatisch.

Stellenmarkt
  1. IHK Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg, Friedberg
  2. Stadtverwaltung Bretten, Bretten

Alternative Tarife sind solche, bei denen bereits ein alternatives Datenpaket, beispielsweise für das EU-Ausland, vertraglich vereinbart wurde. Wie andere Anbieter die Roaming-Verordnung auslegen, sei momentan noch nicht abzuschätzen. "Vorsichtshalber sollte man deswegen beim Anbieter nachfragen, ob man automatisch umgestellt wurde", sagte Siegert.

Dass es unterschiedliche Auffassungen zur automatischen Umstellung des EU-Roaming-Tarifs gibt, liege auch an den teilweise schwammigen Formulierungen der Verordnung. Die Verbraucherzentrale vertritt die Auffassung, dass alle Tarife automatisch auf den regulierten Tarif umzustellen sind.

Florian Streicher, Sprecher von Telefónica Germany, sagte Golem.de: "Unsere Regelung für Kunden in nicht-regulierten Tarifen sowie deren Entscheidungsmöglichkeit entsprechen den regulatorischen Vorgaben in Deutschland. Jeder Kunde, der bislang individuelle Roaming-Lösungen und keinen regulierten Tarif genutzt hat, soll entscheiden können, ob ein Wechsel für ihn vorteilhaft ist. Prinzipiell gilt: Jeder Kunde hat die Möglichkeit, jederzeit in den regulierten EU-Tarif zu wechseln - kostenfrei und von einem Werktag auf den anderen."

Alle Prepaid-Kunden seien bereits automatisch zum 15. Juni 2017 auf die neuen Konditionen umgestellt worden, ebenso Vertragskunden, die bereits zuvor einen regulierten EU-Tarif genutzt haben. Postpaid-Kunden, die vor dem 15. Juni keinen EU-regulierten Tarif, sondern individuelle Roaming-Lösungen genutzt haben, könnten sich entscheiden, ob sie auf Roam-like-at-home umstellen oder lieber ihr bisheriges alternatives Roaming-Tarifmodell beibehalten möchten.

Für Kunden mit individuellen Roaming-Vereinbarungen sei ein kostenfreier Wechsel über die O2-App oder per SMS an 65544 mit dem Betreff "JA" möglich.

Viele Ausnahmen bei Roamingkostenfreiheit

Ab dem Stichtag kann das Mobiltelefon im EU-Ausland fast wie zu Hause genutzt werden, die Ausnahmen sind Datenlimits und die Fair-Use-Regelung. Mit der Fair-Use-Regelung sollte verhindert werden, dass Verbraucher in einem Land leben, aber einen günstigeren Vertrag eines anderen EU-Landes dauerhaft nutzen. Sollte der Verbraucher innerhalb von vier Monaten mehr Zeit im EU-Ausland verbringen und in dieser Zeit mehr telefonieren, SMS schreiben oder das Internet nutzen als im heimatlichen nationalen Netz, können nach 14-tägiger Warnfrist zusätzliche Gebühren auferlegt werden. Maximal sind 3,2 Cent pro Minute des Anrufs und 1 Cent pro SMS möglich.

Für grenzüberschreitende Telefonate ins Ausland werden weiterhin hohe Gebühren erhoben. Wer also zum Beispiel von Deutschland nach Frankreich telefoniert, muss aufpassen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Xiaomi Mi 9 128 GB Ocean Blue für 369,00€ und Deepcool Matrexx 55 V3 Tower...
  2. 90,99€ (Bestpreis)
  3. (u. a. 256GB microSDXC für 52,99€, 128GB für 24,39€ und 512 GB für 114,99€)

krakos 10. Jul 2017

Letztens in nem Vorort von München gewesen. Das erstemal, dass ich mit O2 dauerhaft kein...

Workoft 10. Jul 2017

Aber ist genau das nicht das Problem? Dass die Firmen bei ihren Hotlines am Personal...

Unterdosis 10. Jul 2017

...deswegen bin ich dort auch mit 2 Verträgen weg. Nachdem ich insgesamt 11 Jahre Kunde...

Karmageddon 09. Jul 2017

Als ob jemals irgendeine Regelung von o2 zu Gunsten des Kunden ausgelegt werden würde...

css_profit 09. Jul 2017

Naja es ist EU-Roaming ist für den Kunden nicht unbedingt besser. Wer z.B. Ein Roaming...


Folgen Sie uns
       


Galaxy Fold im Test

Das Galaxy Fold ist Samsungs erstes Smartphone mit faltbarem Display. Die Technologie ist spannend, im Alltag nervt uns das ständige Auf- und Zuklappen aber etwas.

Galaxy Fold im Test Video aufrufen
Sicherheitslücken: Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet
Sicherheitslücken
Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet

Eigentlich sollte die Parkhaussteuerung nicht aus dem Internet erreichbar sein. Doch auf die Parkhäuser am Microsoft-Hauptsitz in Redmond konnten wir problemlos zugreifen. Nicht das einzige Sicherheitsproblem auf dem Parkhaus-Server.
Von Moritz Tremmel

  1. Datenleck Microsoft-Datenbank mit 250 Millionen Support-Fällen im Netz
  2. Office 365 Microsoft testet Werbebanner in Wordpad für Windows 10
  3. Application Inspector Microsoft legt Werkzeug zur Code-Analyse offen

Digitalisierung: Aber das Faxgerät muss bleiben!
Digitalisierung
Aber das Faxgerät muss bleiben!

"Auf digitale Prozesse umstellen" ist leicht gesagt, aber in vielen Firmen ein komplexes Unterfangen. Viele Mitarbeiter und Chefs lieben ihre analogen Arbeitsmethoden und fürchten Veränderungen. Andere wiederum digitalisieren ohne Sinn und Verstand und blasen ihre Prozesse unnötig auf.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  2. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"
  3. Digitalisierungs-Tarifvertrag Regelungen für Erreichbarkeit, Homeoffice und KI kommen

Arbeit: Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
Arbeit
Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen

In Deutschland ist die Zahl der Frauen in IT-Studiengängen und -Berufen viel niedriger als die der Männer. Doch in anderen Ländern sieht es ganz anders aus, etwa im arabischen Raum. Warum?
Von Valerie Lux

  1. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann
  2. Arbeit Wer ein Helfersyndrom hat, ist im IT-Support richtig
  3. Bewerber für IT-Jobs Unzureichend qualifiziert, zu wenig erfahren oder zu teuer

    •  /