Abo
  • IT-Karriere:

Tarife: Für Schweizer ist Roaming in Europa immer noch teuer

Als Nicht-EU-Mitglied hat es der Schweizer in normalerweise schnell erreichbaren Nachbarländern beim Roaming schwer. Ein kurzer Urlaub kann schon 40 bis 60 Schweizer Franken kosten. Im Extremfall kann es sogar in den fünfstelligen Bereich gehen - ein Problem, das EU-Bürger in der EU nicht mehr haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Schweizer muss beim Roaming auf Reisen aufpassen.
Der Schweizer muss beim Roaming auf Reisen aufpassen. (Bild: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images)

Das Reisen mit einem Schweizer Smartphone-Tarif in die Nachbarländer ist mitunter immer noch sehr teuer, wie das Vergleichsportal moneyland.ch analysiert hat. Für dieses Ergebnis hat Moneyland ein Smartphone mit einem Schweizer Tarif 14 Tage virtuell nach Spanien geschickt und zahlreiche Tarife verglichen.

Stellenmarkt
  1. KÖNIGSTEINER GmbH, Stuttgart
  2. Optimol Instruments Prüftechnik GmbH, München

Dieses Szenario beinhaltet eine Datennutzung von rund 1 GByte sowie 60 Telefonate à 2 Minuten. Das Datenvolumen ist auf 14 Tage gerechnet allerdings nicht besonders viel. Manches Betriebssystem belegt schon mit seinen Hintergrunddiensten einen erheblichen Anteil am Datenverkehr.

Tarife, die ein Inklusivroaming bieten, wurden von Moneyland allerdings nicht betrachtet. Es geht um verbreitete Tarife; und da zahlt der Schweizer in der EU extra, so wie die Deutschen dies vor Jahren in einem EU-Urlaub oder beim Besuch eines Nachbarlandes auch taten.

40 bis 80 Franken kostet so eine Reise

Den Erhebungen von Moneyland zufolge zahlt ein Verbraucher für das Szenario eines Einsatzes in Spanien mindestens 40 Schweizer Franken, also etwa 36 Euro. Das sind dann Anbieter wie Yallo und Lebara im Abonnement. Die großen Anbieter wie Salt, Swisscom und Sunrise verlangen schon deutlich mehr. Hier liegen die Preise zwischen 60 und 80 Franken, je nach Tarif. Vor allem Prepaid-Tarife können sehr teuer sein. Laut Moneyland kostet eine Salt-Prepaid-Karte rund 270 Franken. Spätestens bei solchen Preisen lohnt sich der Kauf einer lokalen SIM-Karte.

Wer eine SIM-Karte von ok.- (okpunktstrich) hat, zahlt laut Moneyland sogar mehr als 22.000 Schweizer Franken. Allerdings würde ok.- die Karte frühzeitig sperren. Die Preise sind so hoch, weil ok.- in Spanien in 20-KByte-Schritten abrechnet und dafür 90 Rappen verlangt. Das ist nicht besonders kundenfreundlich, weil die Preise damit einen günstigen Anschein erwecken. In der Schweiz wird ein MByte-Block bei 100-KByte-Schritten zu je 15 Rappen berechnet. Der Preisunterschied ist also enorm.

Es geht für Schweizer allerdings auch günstiger. Vor allem das Datenroaming ist nämlich ein Problem. Es gibt Prepaid-Tarife, bei denen das Volumen im Paket gebucht werden kann. Dann sind es mitunter nur 5 Franken für 1 GByte.

Moneyland kommt deswegen zu dem Schluss, dass Datenroaming in Europa mittlerweile bezahlbar ist, warnt aber trotzdem vor Roaming-Fallen wie etwa zeitlich begrenzten Datenpaketen. Es empfiehlt sich, die Tarife sehr genau anzuschauen.

Nachtrag vom 24. Juni 2019, 14:57 Uhr

Ursprünglich hieß es, dass sich Moneyland zugunsten von ok.- verrechnet hat. Leider stellte sich unsere Korrektur auf 45.000 Franken als falsch heraus, da Spanien zwar in der Telefon-Roaming-Zone 4 ist, beim Datenroaming aber der Zone 2 angehört. Demzufolge sind 25.000 Schweizer Franken der korrekte Wert. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen. Der entsprechende Absatz wurde entfernt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 269,90€
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

SvenPasker 23. Jun 2019

Ich habe meine three Sim für die Schweiz nutze die auch dauerhaft in D. Telefonieren und...

furrore 07. Jun 2019

Wer sich die Marktverteilung in der Schweiz anschaut (Swisscom, Sunrise, Salt) und dass...

nasi 07. Jun 2019

Swisscom ist sowas wie die Deutsche Telekom - ebenfalls ehemals Staatsmonopolist...

spitfire_ch 06. Jun 2019

Wenn China hier ist, ist's auch mit der EU vorbei. Da spielt eine ehemalige EU...

spitfire_ch 06. Jun 2019

Genau, die Urheberrechtsreform hat wieder mal klar gemacht, dass es die richtige...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 7T - Fazit

Das Oneplus 7T ist der Nachfolger des Oneplus 7 - und hat einige interessante Hardware-Upgrades bekommen. Im Test von Golem.de schneidet das Smartphone entsprechend gut ab.

Oneplus 7T - Fazit Video aufrufen
Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

Indiegames-Rundschau: Killer trifft Gans
Indiegames-Rundschau
Killer trifft Gans

John Wick Hex ist ein gelungenes Spiel zum Film, die böse Gans sorgt in Untitled Goose Game für Begeisterung und in Noita wird jeder Pixel simuliert: Die Indiegames des Monats sind abwechslungsreich und hochwertig wie selten zuvor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln
  2. Indiegames-Rundschau Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten
  3. Indiegames-Rundschau Von Bananen und Astronauten

IT-Freelancer: Paradiesische Zustände
IT-Freelancer
Paradiesische Zustände

IT-Freiberufler arbeiten zeitlich nicht mehr als ihre fest angestellten Kollegen, verdienen aber doppelt so viel wie sie. Das unternehmerische Risiko ist in der heutigen Zeit für gute IT-Freelancer gering, die Gefahr der Scheinselbstständigkeit aber hoch.
Von Peter Ilg

  1. IT-Jobs Der Amtsschimmel wiehert jetzt agil
  2. MINT Werden Frauen überfördert?
  3. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

    •  /