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Tarif: Telekom wird schneller als 1 GBit/s

Die Telekom wird wohl in Kürze einen neuen Tarif über 1 GBit/s starten. Zugleich ist man überzeugt, dass 250 MBit/s eigentlich reichen.
/ Achim Sawall
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Klaus Müller, Leiter Glasfaser Telekom (Bildmitte) (Bild: Deutsche Telekom/ Screenshot: Golem.de)
Klaus Müller, Leiter Glasfaser Telekom (Bildmitte) Bild: Deutsche Telekom/ Screenshot: Golem.de

Die Deutsche Telekom wird in ihrem Glasfasernetz wohl bald eine höhere Datenübertragungsrate als 1 GBit/s anbieten. Das sagte Klaus Müller, Leiter Glasfaser Telekom, am 2. Mai 2023 auf dem Glasfaser-Partnertag des Konzerns in Berlin auf eine Frage von der Redaktion Inside Digital(öffnet im neuen Fenster) . "Vielleicht werden wir ja in Zukunft auch noch einen höheren Tarif als das Gigabit launchen. Sehr wahrscheinlich werden wir das tun in naher Zukunft" , erklärte Müller.

Für das Gigabit sei die Take-up-Rate "ganz okay" , in dem Bereich gibt es bisher aber keine Neukundenrabatte.

Müller sagte: "Wir vermarkten es aktiv. Wir haben natürlich eine Takerate auf dem Gigabit, die nicht so hoch ist wie auf dem 250 und 500 MBit/s. Wenn wir ehrlich sind, kommen die Kunden bei stabilen guten Pingzeiten auch mit 250 MBit/s sehr gut klar."

Man bearbeite gerade das Portfolio und werde wahrscheinlich nach oben erweitern, erklärte Müller.

Für Unternehmen bietet die Telekom Glasfaser Anschlüsse von asymmetrischen 100 MBit/s bis zu symmetrischen 1 GBit/s. Auch direkte Zugänge mit bis zu 100 GBit/s hat die Telekom hier bereits im Angebot.

10 GBit/s über Glasfaser für Endkunden seit 2021

Die Telekom betreibt bereits seit langem ein Projekt für 10 GBit/s über Glasfaser für Endkunden in ihrem Network Innovation Center in Darmstadt. "In Zukunft haben wir das 10-Gigabit-System XGS-PON. Da können wir dann 10 Gigabit im Downstream und 10 Gigabit im Upstream in der gleichen Netzstruktur anbieten" , sagte Ralph Leppla, Squad Leader im Network Innovation Center der Telekom im November 2021.

"Um 10G-Produkte für die Kunden anbieten zu können, müssen wir die Datenrate weiter erhöhen. Die nächste Generation ist 25G. Und am Horizont sind auch schon 50G-PON-Systeme sichtbar" , erklärte Leppla.

Dabei muss die Telekom für ihre nächste Stufe im Glasfaserausbau keine neuen Glasfaserkabel verlegen. Die Leitungen blieben gleich, nur die Technik aufseiten der Telekom müsse angepasst werden, sagte Leppla: "Wir müssen in den Betriebsstellen die Geräte entweder auf eine neue Software upgraden oder austauschen." Was dafür erforderlich ist, wird in Darmstadt getestet. Im Einsatz sind ein Speed-Testserver, ein passender Router, aktualisierte Netztechnik – und Optical Line Termination der nächsten Generation, der optische Leitungsabschluss, von dem aus das Glasfaser-Signal an die Nutzer verteilt wird.


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