Abo
  • Services:

Taps im Test: Aufsatz versagt bei den meisten Fingerabdrucksensoren

Versprechen gebrochen oder sogar Betrug? Mit dem Kickstarter-Projekt Taps sollen sich Handschuhe mit einem künstlichen Fingerabdruck versehen lassen, um Smartphones zu entsperren. Im Test funktionierte es mit den meisten Geräten allerdings nicht.

Ein Test von veröffentlicht am
Die Fingerabdruckfunktion verträgt sich nur mit wenigen Smartphones.
Die Fingerabdruckfunktion verträgt sich nur mit wenigen Smartphones. (Bild: Nanotips)

Touchscreen-fähige Handschuhe sind schon länger gebräuchlich und auch zu vernünftigen Preisen zu bekommen. Wer aber ein Smartphone mit Fingerabdrucksensor besitzt und das Gerät darüber entsperren will, muss die Handschuhe dafür ausziehen - oder den regulären Zugangscode eingeben. Mit Taps hat das kanadische Unternehmen Nanotips Abhilfe versprochen und sich die Idee über Kickstarter finanzieren lassen. Es handelt sich um künstliche Fingerabdrücke, die auf den Handschuh geklebt werden.

Inhalt:
  1. Taps im Test: Aufsatz versagt bei den meisten Fingerabdrucksensoren
  2. Fingerabdruck-Fähigkeit funktioniert meistens nicht

Mit Taps lässt sich der eigene Lieblingshandschuh Touchscreen-fähig machen. Damit sind sie auch eine Lösung für alle, die sich keine speziellen Touchscreen-Handschuhe zulegen möchten. Das Kickstarter-Projekt erreichte bereits nach wenigen Tagen sein Finanzierungsziel und die Auslieferung lag sogar halbwegs im Zeitplan. Trotzdem waren viele Unterstützer verärgert, weil nur die wenigsten ihre Taps-Lieferung vor Weihnachten erhielten. Auch Golem.de hat das Projekt unterstützt und es getestet - mit einem äußerst enttäuschenden Ergebnis.

Taps ohne vernünftige Anleitung

Wir hatten ein 4er-Set bestellt und bekamen auch vier verschiedene Taps, die wie Aufbügelflicken für Löcher in Kleidungsstücken aussehen. Eine Dokumentation lag dem Produkt nicht bei.

Erst Tage nachdem bereits viele Unterstützer das Produkt erhalten hatten, gab der Hersteller eine E-Mail mit Hinweisen dazu - allerdings geht es dabei nicht um die ideale Position zur Anbringung, sondern um die beste Haltbarkeit. Demnach sollte die Oberfläche des Handschuhs trocken sein und das Aufkleben sollte bei Zimmertemperatur erfolgen. Die komplette Austrocknung dauert 48 Stunden und der Handschuh sollte in dieser Phase nicht feucht werden. Für die Bedienung spielt es durchaus eine Rolle, ob die Taps richtig aufgeklebt sind.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Köln
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Leonberg

Wir mussten aber selbst erraten, wie der Aufsatz korrekt auf einen Handschuh geklebt wird. Wir haben einen Taps auf den Fingerkuppenbereich eines Stoffhandschuhs geklebt, und der Aufsatz hält erstmal gut. Wie lange diese Klebekonstruktion Bestand hat, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Vermutlich halten die Taps auf Leder- oder Kunstlederhandschuhen besser als auf Stoffhandschuhen. Die Position des Aufklebers hat sich für die Bedienung im Test tatsächlich als am besten erwiesen.

Schlechter als Touchscreen-Handschuhe aus Stoff

Vorher hatten wir nur Touchscreen-Handschuhe aus Stoff verwendet. Das hat den Vorzug, dass der Stoff geschmeidig über den Bildschirm gleitet und der Bedienung mit dem Finger möglichst nahe kommt. Mit dem Taps-Aufkleber ist das anders: Schiebe- oder Wischgesten sind damit nur sehr mühsam möglich, wenn überhaupt. Denn die Taps-Beschaffenheit ähnelt der von Kunstleder und ein Gleiten über den Touchscreen wird nicht unterstützt. Beim Berühren mit dem Finger reagiert der Touchscreen gut. Allerdings setzt das voraus, dass der Aufsatz korrekt auf dem Handschuh angebracht ist.

Das Besondere an Taps ist die Fingerabdruck-Funktion. Jeder einzelne Taps soll durch eine spezielle Beschichtung einen normalen Fingerabdruck nachahmen können und dabei unverwechselbar sein. Das Smartphone muss den Taps-Fingerabdruck erlernen, damit es damit entsperrt werden kann. Das ist die Theorie, in der Praxis gibt es erhebliche Probleme.

Fingerabdruck-Fähigkeit funktioniert meistens nicht 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,90€
  2. ab 399€

kaymvoit 19. Jan 2017

Da wäre ich mir nicht so sicher. Udo Vetter hat mal absolut nicht ausgeschlossen, dass...

kaymvoit 19. Jan 2017

Die benutzt Du, weil der Handschuh mit großer Wahrscheinlichkeit eher doch nicht mit dem...

Snooozel 15. Jan 2017

Dildo ähhh Dito...

Érdna Ldierk 12. Jan 2017

https://www.youtube.com/watch?v=pjvQFtlNQ-M

M.P. 11. Jan 2017

Nach dem Erfahrungsbericht eine iPhone 6s Besitzers glaube ich Dir aufs Wort ... In...


Folgen Sie uns
       


Shadow of the Tomb Raider - Golem.de live Teil 2

In Teil 2 des Livestreams zu Shadow of the Tomb Raider finden wir lustige Grafikfehler und der Chat trinkt zu viel Bier, kann Michael aber trotzdem bei einigen Rätseln helfen.

Shadow of the Tomb Raider - Golem.de live Teil 2 Video aufrufen
Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40: Es kann nur eines geben
HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40
Es kann nur eines geben

Nicht nur Lenovo baut gute Business-Notebooks, auch HP und Toshiba haben Produkte, die vergleichbar sind. Wir stellen je ein Modell der beiden Hersteller mit ähnlicher Hardware gegenüber: das eine leichter, das andere mit überlegenem Akku - ein knapper Gewinner nach Punkten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Portégé X20W-D-145 Toshiba stellt alte Hardware im flexiblen Chassis vor
  2. Tecra X40-E-10W Toshibas 14-Zoll-Thinkpad-Pendant kommt mit LTE
  3. Dell, HP, Lenovo AMDs Ryzen Pro Mobile landet in allen Business-Notebooks

    •  /