Tanvas: Touch-Display mit fühlbarer Oberfläche

Das US-Unternehmen Tanvas will Displays mit dem Finger tastbar machen - und nutzt dafür Elektrostatik. Dadurch sollen sich verschiedene Bereiche eines Bildschirms unterschiedlich anfühlen und so Oberflächentexturen imitieren.

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Tanvastouch bringt Struktur auf Displays.
Tanvastouch bringt Struktur auf Displays. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Auf der CES 2017 hat das US-Unternehmen Tanvas seine Display-Technologie Tanvastouch der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Bildschirme mit Tanvastouch imitieren verschiedene Oberflächen, die sich mit dem Finger voneinander unterscheiden lassen.

Das erreichen die Macher von Tanvastouch, indem sie elektrostatische Aufladung verwenden. Dadurch können auf dem Display verschiedene Oberflächenstrukturen simuliert werden - beispielsweise unterschiedliche Stoffe oder Übergänge zwischen Eingabeknöpfen.

Verschiedene Einsatzbereiche denkbar

Tanvas sieht als Einsatzmöglichkeiten unter anderem den Einzelhandel, etwa wenn es um die Beurteilung einer Stoffoberfläche geht, die Spielebranche oder auch die Unterstützung von visuell eingeschränkten Personen. Ein anderes Einsatzfeld könnte die Automobilbranche sein.

Bei der zunehmenden Digitalisierung von Autocockpits und der damit verbundenen Zunahme an Touchscreens im Auto geht die haptische Komponente von Schaltern und Knöpfen verloren. Tanvastouch kann dieses fehlende Gefühl wiederbringen, indem es beispielsweise die Übergänge zwischen Schaltflächen oder das Einrasten von Knöpfen simuliert. Automobilhersteller haben sich mit diesem Problem bereits beschäftigt, beispielsweise VW mit seinem Konzeptwagen Golf R Touch, in dem es ebenfalls ein haptisches Feedback bei bestimmten Touchscreens gibt.

Tanvastouch wurde im Laufe der vergangenen zehn Jahre am Neuroscience and Robotics Lab der Northwestern University von Ed Colgate und Michael Peshkin entwickelt. Die beiden Forscher wollen Tanvastouch nach eigenen Angaben künftig in jedes Gerät mit Touchscreen bringen. Die bisherigen Partner Bonobos, Buzztime, Adludio und Wolff Olins sind allerdings noch eher wenig bekannt.

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