Tankstellen: Pflichtvergleich der Antriebsarten stößt auf Widerstand

Den geplanten Kostenvergleich an Ladesäulen und Tankstellen als Aushang zwischen den Antriebsarten kritisieren beide Seiten.

Artikel veröffentlicht am ,
Shell-Tankstelle in Kreuzberg
Shell-Tankstelle in Kreuzberg (Bild: Andreas Donath)

An Ladesäulen und Tankstellen sollen Kostenvergleiche zwischen den Antriebsarten ausgehängt werden. Den von der Bundesregierung geplanten Energiekostenvergleich von Autos mit Verbrennungsmotor mit Fahrzeugen mit alternativen Antrieben sehen sowohl der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) als auch die Ladesäulen-Betreiber kritisch.

Die Bundesregierung hat eine Änderung des Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) auf den Weg gebracht, die vorsieht, dass ab dem 1. Oktober 2021 an allen Tankstellen mit mehr als sechs Zapfsäulen ein Vergleich der Kosten verschiedener Antriebsarten ausgehängt werden muss. Die Kosten für eine 100-Kilometer-Fahrt soll dann mit Super-, E10-Benzin, Diesel, Strom, Wasserstoff, Autogas und Erdgas angezeigt werden. Die Daten sollen einmal pro Quartal aktualisiert werden.

Der Mineralölwirtschaftsverband wolle alle Maßnahmen unterstützen, die Klimaschutz und Transparenz für Verbraucher voranbrächten, sagte Hauptgeschäftsführer Christian Küchen der Welt am Sonntag. Der Verband bezweifelt jedoch, dass die Informationen an der Tankstelle dabei helfen. So sei die Möglichkeit, den Verbraucher umfassend über Kosten und Nutzen verschiedener Mobilitätsoptionen zu informieren, damit nur sehr reduziert möglich.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), in dem viele Ladesäulenbetreiber organisiert sind, sieht den geplanten Vergleich ebenfalls kritisch. Die Darstellung der Energiekosten schaffe insbesondere mit Blick auf die Vergleichbarkeit von fossil betriebenen und E-Autos keine echte Transparenz. Durch die Zahl würden falsche Erwartungen geweckt, so der BDEW-Sprecherin. Im Stadtverkehr sei der Verbrauch völlig anders als bei Autobahnfahrten. Der Verband plädiert dafür, zwei getrennte Werte auszuweisen. Weiterhin wäre es im Sinne der Preistransparenz und Nachvollziehbarkeit für Verbraucherinnen und Verbraucher wichtig, die Preise, die für die Berechnung genutzt wurden, transparent anzugeben.

Die Bundesregierung setzt nach Angaben der Welt am Sonntag mit den Vergleichsinformationen an den Tankstellen und Ladesäulen eine EU-Vorgabe um.

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sambache 18. Mai 2021

Wenn das Konzept so toll ist, sollte es für alle Waren eingeführt werden, oder ? Äpfel...

Benutztername12345 17. Mai 2021

Einerseits denke ich mir: haben die nichts besseres zu tun? Andererseits denke ich mir...

Sharra 17. Mai 2021

Wer heute noch einen Diesel kauft, wird sowieso planen, diesen in 3-4 Jahren abzustoßen...

mj 17. Mai 2021

wartezeit ist da schon mit inkludiert



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