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Tales of the Shire: Der Herr der Rezeptsammlungen

Summer Game Fest 2024
Sauron – kann man das essen? Das Herr-der-Ringe -basierte Tales of the Shire schickt uns als Hobbit nach Wasserau. Golem.de hat probegekocht.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Tales of the Shire - A The Lord of the Rings Game (Bild: Private Division)
Artwork von Tales of the Shire - A The Lord of the Rings Game Bild: Private Division

Nein, Orlo Proudfood ist nicht gut gelaunt! Er begrüßt uns zwar einigermaßen freundlich in unserem neuen Haus in Wasserau, aber eigentlich wartet Orlo auf sein zweites Frühstück. Wir verstehen das, denn als Hobbit haben auch wir (fast) immer Lust auf ein leckeres Essen im Kreis von Freunden und Familie – zumindest in Tales of the Shire.

Das Spiel entsteht auf Basis von Der Herr der Ringe bei dem Entwicklerstudio Weta Workshop Game Studio(öffnet im neuen Fenster) . Das ist ein Ableger von Weta, also der Spezialeffektfirma von Peter Jackson. Weka arbeitete maßgeblich an den Tolkien-Filmen mit.

Nun macht ein Teil des Teams Tales of the Shire, das Golem.de auf dem Summer Game Fest 2024 in Los Angeles anspielen konnte. Auf Orks oder andere Monster der Armeen von Sauron sind wir nicht gestoßen.

Es gibt keinerlei Kämpfe – abgesehen vielleicht vom Streit um das letzte Stücken Gurkenpastete. Die Entwickler selbst haben ihr Werk beim Anspieltermin als "cozy Life-Sim" bezeichnet (ungefähr: "gemütliche Lebenssimulation" ).

Wir gelangen zwar rasch an Waffen, aber das meinen wir scherzhaft: Es handelt sich nämlich um Küchenmesser und Kräuterbeil, mit denen wir die Zutaten für das zweite Frühstück von Orlo Proudfood und uns schnibbeln.

Kochen ist in Tales of the Shire eine der wichtigeren Beschäftigungen: Nach dem Start kommen wir mit ein paar Gemüsesorten im Inventar aus, die wir auf Tastendruck schneiden.

Je schneller und gleichzeitig präziser wir das tun, desto sämiger wird das Mahl – und desto größer fällt die Dankbarkeit von Orlo Proudfood und den anderen Hobbits aus, die wir im weiteren Verlauf bekochen. Es gibt weitere Parameter, die Auswirkungen haben – etwa wie lange der Topf mit dem Porridge auf dem Herd schmort.

Im Spielverlauf finden wir immer mehr Kräuter, Gemüse, Obst und Nüsse. Wir können auch angeln: Das ist eines der wichtigeren Minigames, bei dem wir mit den richtigen Ködern arbeiten, die Fische mit etwas Geschick durch Hin- und Herbewegen der Analogsticks ermüden und dann aus dem Wasser ziehen müssen.

Nach und nach erhalten wir mehr Rezepte, so dass wir immer wieder andere Speisen zubereiten können. Das ist wichtig, um unseren Bekanntenkreis zu erweitern.

Das Aufbauen von möglichst guten Beziehungen zu den anderen Hobbits in Wasserau ist eines der wichtigsten Ziele in Tales of the Shire. Auf Tastendruck können wir ein Menü mit Inventar, Karte und anderen Übersichten aufrufen. Unter anderem finden wir dort eine Art Kontaktbuch mit allen Großfüßlern, die wir zu unseren Freunden zählen.

Bei unseren Abenteuer als Hobbit sind wir nicht nur in Küchen und Gemüsegärten, sondern auch unter freiem Himmel in Wasserau und der Umgebung unterwegs. Die Landschaften sehen idyllisch aus, Bäche durchziehen saftiges Grün. Es gibt lauschige Wäldchen und kleine Hügel – ganz ohne versteckte Balrogs.

Tales of the Shire: Verfügbarkeit und Plattformen

Nett: Auf der Karte können wir ein Ziel markieren, dann wird automatisch eine Navigationshilfe aktiviert. Dabei handelt es sich aber nicht um eine schnöde Linie, stattdessen sehen wir auf Briefkästen und Dachgiebeln alle paar Meter einen Vogel, dessen Schnabel bis zur nächsten Kreuzung zeigt und der die Richtung fliegend markiert.

Es gibt vier Jahreszeiten, wir haben aber nur den Sommer gesehen. Es gibt zudem einen dynamischen Tagesverlauf. Abends wird es dunkel und wir werden müde, irgendwann schläft unser Charakter ein. Falls das schon zu fortgeschrittener Stunde geschieht, wachen wir dafür auch später auf. Hoffentlich gibt's dann erstes und zweites Frühstück zusammen.

Tales of the Shire soll Ende 2024 für Windows-PC (Steam), Playstation 5, Xbox Series X/S sowie für Nintendo Switch auf den Markt kommen.


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