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Talent 3: Premierenfahrt für Batteriezug von Alstom

Statt auf Wasserstoffantriebe setzen Zughersteller auch auf Akkus. Das Projekt von Alstom soll noch in diesem Jahr regulär auf die Schiene.
/ Sebastian Grüner und dpa
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Der Akkuzug Talent 3 von Alstom soll noch in diesem Jahr regulär fahren. (Bild: Alstom)
Der Akkuzug Talent 3 von Alstom soll noch in diesem Jahr regulär fahren. Bild: Alstom

Im Bahnverkehr sollen Batteriezüge verstärkt klimaschädliche Dieselmotoren ersetzen. Bei einer Premierenfahrt von Chemnitz nach Zschopau in Sachsen stellte das Unternehmen Alstom am Dienstag einen solchen Zug vor(öffnet im neuen Fenster), der in einer Forschungskooperation mit der Technischen Universität Berlin entwickelt wurde. Gefördert wird das Projekt, an dem unter anderem auch die Deutsche Bahn beteiligt ist, vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit etwa vier Millionen Euro.

Laut Eisenbahnbundesamt sind in Deutschland bisher keine Batteriezüge für das Schienennetz zugelassen. Alstom zufolge soll der vorgestellte Zug vom Typ Talent 3 jedoch in Kürze eine Zulassung für den öffentlichen Personenverkehr erhalten und vom Fahrplanwechsel im Dezember an regulär auf Strecken in Bayern und Baden-Württemberg fahren. Geplant ist ab dem Jahr 2023 auch der Einsatz dieser Batteriezüge auf der bisher mehrheitlich nicht elektrifizierten Strecke Leipzig – Chemnitz.

Der Personenzug kann auf Bahnstrecken ohne Oberleitung seinen Strom aus Akkus beziehen, die dann etwa bei Halten an Bahnhöfen per Stromabnehmer aufgeladen werden. So sind etwa meist die Hauptbahnhöfe von größeren Städten über eine Oberleitung elektrifiziert. Eine Akkuladung soll beim Talent 3 für etwa 100 Kilometer Fahrt reichen. Batteriezüge gelten neben Wasserstoffzügen als Alternative für Dieseltriebwagen auf nicht elektrifizierten Strecken.

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Seit einigen Jahren setzen Bundesländer und auch Verkehrsverbünde vermehrt auf alternative Antriebe für Streckenabschnitte ohne Oberleitungen. Dazu gehören etwa Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen oder auch Thüringen. Eine ähnliche Idee wie die des Talent 3 mit Akkus verfolgt auch Konkurrent Siemens mit seinen Mireo-Triebzügen, die das Land Baden-Württemberg bereits vor rund zwei Jahren getestet hat. Der Vorteil der Akkuzüge ist dabei, dass für diese im Vergleich zu denjenigen mit Wasserstoffantrieb keine weitere Infrastruktur notwendig ist.


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