Take-up-Rate: Glasfaser ist gefragter als Vectoring
Zum Jahresende 2017 waren in Deutschland nur 396.000 FTTB- Anschlüsse und rund 360.000 FTTH-Zugänge in Betrieb. Das geht aus dem Jahresbericht 2017 der Bundesnetzagentur hervor, der am 8. Mai 2018 vorgestellt wurde(öffnet im neuen Fenster). Das Potenzial dieser Infrastruktur auf Basis von Fiber To The Building (FTTB) und Fiber To The Home (FTTH) sei mit über 2,7 Millionen verfügbaren Anschlüssen deutlich höher.
Der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunitations- und Mehrwertdiensten) hatte im Oktober 2017 etwas andere Angaben vorgelegt. Für den Branchenverband stellte Torsten J. Gerpott, Professor für Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, die Ergebnisse der 19. TK-Marktstudie vor. Die Zahl der Haushalte, denen ein echter Glasfaseranschluss (FTTB/FTTH) angeboten wurde, wuchs demnach bis Ende 2017 um mehr als 20 Prozent auf 3,1 Millionen. Die aktiv genutzten Glasfaseranschlüsse bis zum Gebäude des Endkunden sollten laut Studie auf 880.000 gestiegen sein – dies entspricht einem Plus von fast 17 Prozent.
Mehr Vectoring als FTTH/B aber geringere Take-up-Rate
"Die Nachfrage nach den beiden örtlich begrenzten Zugangsvarianten FTTB und FTTH ist noch relativ gering", schlussfolgert die Bundesnetzagentur aus den Angaben ihres Jahresberichts. Von 2,7 Millionen verfügbaren Anschlüssen sind demnach 756.000 tatsächlich genutzt. Das ist etwas mehr als ein Viertel.
Die Take-up-Rate von Vectoring in Deutschland, also die tatsächlichen Buchungen von Vectoringanschlüssen durch Endkunden ist etwas niedriger. Die Telekom habe 10 Millionen Vectoring-Zugänge errichtet und 2,5 Millionen Kunden auf dieser Infrastruktur gewonnen, sagte Telekom-Chef Tim Höttges am 6. Dezember 2017 auf der Jahrestagung des Bundesverbands Glasfaseranschluss (Buglas). Damit liegt die Take-up-Rate nur bei einem Viertel.
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