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Take 2: Kostenlose Erweiterungen statt Gebrauchtspielsperren

GTA 5 und andere Spiele von Take 2 verkaufen sich auch ohne Gebrauchtspielsperren: Davon ist Unternehmenschef Strauss Zelnick überzeugt. Im Gespräch mit Analysten hat er sich auch dazu geäußert, warum MMORPGs bis auf zwei Ausnahmen in den westlichen Märkten nicht funktionieren.
/ Peter Steinlechner
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GTA 5 (Bild: Rockstar Games)
GTA 5 Bild: Rockstar Games

"Wir heulen nicht rum und wir überlegen auch nicht, wie wir den Kunden wegen des Kaufs gebrauchter Spiele bestrafen können, sondern wir versuchen herauszufinden, wie wir ihn erfreuen." Das hat Strauss Zelnick, Chef von Take 2 – die Firma hinter Rockstar und 2K Games – laut Gamespot.com(öffnet im neuen Fenster) bei einem Analystentreffen in New York gesagt. Wenn Microsoft einen Weg findet, wie die Firmen am Gebrauchthandel mitverdienen könnten, möchte er zwar auch einen Anteil haben.

Grand Theft Auto 5 – Trailer (Michael, Franklin, Trevor)
Grand Theft Auto 5 – Trailer (Michael, Franklin, Trevor) (03:08)

Eigentlich aber setzt Take 2 im Kampf gegen den Second-Hand-Markt auf ein anderes Mittel: kostenlose Download-Erweiterungen. Die kämen normalerweise drei oder vier Wochen nach der Erstveröffentlichung des Spiels auf den Markt – das ist laut Strauss Zelnick der Zeitpunkt, zu dem das Risiko am größten ist, dass der Spieler das Produkt weiterverkauft. "Wenn man es schafft, dass das Spiel acht Wochen beim Endkunden bleibt, muss man sich um Gebrauchtspiele so gut wie nicht mehr kümmern, weil diese Gefahr nur in den ersten acht Wochen ein echtes Problem ist."

Zelnick sieht dem Umgang von Xbox One und Playstation 4 mit Gebrauchtspielen durchaus hoffnungsvoll entgegen. Konkret wollte er sich laut der News auf Gamespot.com aber nicht über die neuen Konsolen äußern.

Nur zwei erfolgreiche MMORPGs?

Auch zu Online-Rollenspiele erklärte Strauss Zelnick seine Meinung(öffnet im neuen Fenster). Take 2 ist von den großen Publishern derjenige, der bislang am wenigsten auf MMORPGs und andere Onlinespiele setzt. Das sei kein Zufall, sondern Absicht, so der Take-2-Chef.

In Asien würden Programme wie NBA 2K Online und Civilization MMO gut laufen, aber in den westlichen Märkten gelte das letztlich nur für zwei große Titel: World of Warcraft und Everquest. Dass das Genre mit Problemen kämpfe, habe man kürzlich daran sehen können, dass Blizzard bei seinem Großprojekt Titan einen Neustart angekündigt habe. Zu durchaus ebenfalls erfolgreichen Titeln wie Guild Wars 2 äußerte sich Zelnick nicht.


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