Takahiro Hachigo: Honda erwartet keine relevante Nachfrage nach Elektroautos
Nach Einschätzung von Honda-Chef Takahiro Hachigo im Branchenblatt Autonews(öffnet im neuen Fenster) werden hybride Fahrzeuge die Elektroautos in den Schatten stellen. Außerdem sagte er, dass er bewusst keinen Zeitplan und keine Fahrzeuge habe, die für autonomes Fahren ab Stufe 3 geeignet wären.
Damit stellt sich Hachigo gegen große Teile der Automobilindustrie, die in Elektroautos ihre Zukunft sehen und massive Anstrengungen unternehmen, ihr Sortiment umzustellen. Das alles nicht zuletzt deshalb, weil in Europa Emissionsgrenzen massiv gesenkt werden, was aufwändige Abgasreinigungssysteme erfordert und die Produktion von Kleinwagen unwirtschaftlich erscheinen lässt.
Honda verschließt sich der Elektromobilität allerdings nicht ganz: Das japanische Unternehmen will bis 2030 zwei Drittel seines weltweiten Umsatzes mit elektrifizierten Fahrzeugen erzielen. Dabei wird es sich aber vornehmlich um Hybridfahrzeuge handeln, wie Hachigo betonte. Damit wolle das Unternehmen die Umweltauflagen erfüllen. Mit einer dramatischen Nachfragesteigerung nach batterieelektrischen Autos rechnet er nicht.
Von der Milliarden-Beteiligung an der General-Motors-Firma Cruise, die autonom fahrende Autos entwickelt, erhofft sich Hachigo lediglich, dass das Unternehmen von diesem Vorhaben lernen wird. Hondas übergreifendes Ziel sei es, Autos unfallfrei zu machen. Um dies zu erreichen, müssten menschliche Fehler bei der Entscheidungsfindung reduziert werden. Das bedeute: Fahrassistenzsysteme ja, weitgehend autonomes Fahren nein. Honda habe keinen Zeitplan und keine Fahrzeuge, die für das autonome Fahren des Levels 3 nötig sind.
Honda arbeitet nach Angaben von Katsushi Inoue, Präsident von Honda Europe, an einem zweiten Elektroauto und will künftig keine Dieselautos mehr anbieten. Aus seiner Sicht sind Wasserstoff-Brennstoffzellen-Autos eine Technologie für die nächste Ära.
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