Taiyo Yuden: Einer der größten Rohlinghersteller gibt auf

Taiyo Yuden, nach eigenen Angaben Marktführer bei der Herstellung optischer Medien, zieht sich komplett aus dem Markt zurück. Das Geschäft mit CD-, DVD- und Blu-ray-Rohlingen lohnt sich nicht mehr. Die Japaner beenden das Geschäft innerhalb weniger Monate.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Geschäft mit Rohlingen, hier in einem Caddy zu sehen, lohnt sich für Taiyo Yuden nicht mehr.
Das Geschäft mit Rohlingen, hier in einem Caddy zu sehen, lohnt sich für Taiyo Yuden nicht mehr. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Nach den magnetooptischen Medien verschwinden nun anscheinend auch langsam die optischen Medien aus den Händlerregalen. Ausgerechnet einer der größten Hersteller von Rohlingen und nach eigenen Angaben sogar Marktführer zieht sich zurück: Taiyo Yuden. Das japanische Unternehmen war lange für seine CD-, DVD- und in neueren Zeiten auch Blu-ray-Rohlinge bekannt; obwohl die Medien kaum selbst vermarktet wurden, genossen sie einen guten Ruf.

Stellenmarkt
  1. Project Lead (m/w/d)
    SEITENBAU GmbH, Konstanz, remote
  2. (Senior) Cloud Developer (m/w/d)
    AUSY Technologies Germany AG, verschiedene Standorte
Detailsuche

Viele Medientypen produziert Taiyo Yuden ohnehin nicht mehr. CDs gibt es nur noch als CD-R mit 650 oder 700 MByte Kapazität. Bei den DVDs werden noch die +R- und -R-Medien in der einlagigen Variante (4,7 GByte) produziert. Außerdem ist noch die DVD+R DL im Angebot, mit 8,5 GByte Kapazität.

Nur bei Blu-rays bietet Taiyo Yuden noch wiederbeschreibbare Medien an. Neben dieser BD-RE gibt es noch die einlagige, vor Jahren noch etwas problematische BD-R LTH (Low to High statt High to Low) und die zweilagige BD-R DL mit 50 GByte Kapazität.

Taiyo Yuden will bereits zum Ende des Jahres 2015 den Verkauf aller verbliebenen Rohlingtypen einstellen. Für das Unternehmen lohnt sich die Herstellung wegen immer steigender Festplattenkapazitäten und der Lagerung von Daten in Cloud-Diensten nicht mehr. Große Auswirkungen auf das eigene Geschäft und die Gewinne sieht das Unternehmen nicht. Allerdings strukturiert sich Taiyo Yuden um, um vor allem hochtechnische Produkte anbieten zu können.

Kaum noch Steigerungen bei der Kapazität von Rohlingen

Golem Akademie
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    07./08.06.2022, Virtuell
  2. LPI DevOps Tools Engineer – Prüfungsvorbereitung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    21./22.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Optische Medien haben in den vergangenen Jahren viel an Bedeutung verloren. Nach den magnetooptischen Medien (MODs - Magneto-Optical Disk) war in den vergangenen Jahren auch bei den rein optischen Medien kaum noch eine Kapazitätssteigerung zu sehen. Zwar wird an Blu-ray Discs mit 256 und sogar 512 GByte Kapazität gearbeitet, doch im Handel sind selbst 100-GByte-Medien nur von einer Handvoll Anbietern verfügbar. BD-XL sieht sogar 128 GByte vor. Das sind Speicherkapazitäten, die mittlerweile selbst USB-Sticks und SD-Karten bieten. Die Archival Disc von Panasonic und Sony soll sogar 1 TByte erreichen.

Einen Überblick über die Geschichte verschiedener Speichermedien, auch jene, die zur Archivierung genutzt werden können, liefert unser Minidisc-Artikel: Das letzte Speichersystem seiner Art.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


RabbiLöw 06. Jul 2015

Hallöle, ein RAID (und verwandte Lösungen) ist nicht zur Archivierung gedacht sondern...

katzenpisse 17. Jun 2015

Meine Markenrohlinge aus der Zeit (z.B. Verbatim, 30 DM für 10 Stück) sind noch lesbar...

katzenpisse 17. Jun 2015

Mein CD-Player ist nicht nervig laut und die Geschwindigkeit ist mir eigentlich egal :-D

as (Golem.de) 16. Jun 2015

Hallo, da stellt sich die grundsätzliche Frage: will man für den Kunden eine sichtbare...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sicherheitslücke
Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist

Forschern ist es gelungen, eine Schadsoftware auf ausgeschalteten iPhones mit vermeintlich leerem Akku auszuführen. Denn ganz aus sind diese nicht.

Sicherheitslücke: Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist
Artikel
  1. Autoindustrie: Mit handgeknüpften Kabelbäumen gegen die Lieferkrise
    Autoindustrie
    Mit handgeknüpften Kabelbäumen gegen die Lieferkrise

    Der Krieg in der Ukraine unterbricht die Lieferkette bei den Kabelbäumen. Jetzt suchen Autohersteller nach neuen Produktionswegen.
    Von Wolfgang Gomoll

  2. Decentralized Finance: Die Bafin würde gern Defi regulieren
    Decentralized Finance
    Die Bafin würde gern Defi regulieren

    Und das am liebsten EU-weit. 97 Prozent der gestohlenen Kryptowährungen stammen aus Defi-Transaktionen.

  3. Homeoffice: Bastler baut Gestell für die liegende Büroarbeit im Bett
    Homeoffice
    Bastler baut Gestell für die liegende Büroarbeit im Bett

    Der Bildschirm über dem Kopf, die Tastatur hängt herab: Das Homeoffice aus dem Bett heraus funktioniert - mit Handwerk und Kreativität.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. Intel Core i9 529€, MSI RTX 3060 Ti 609€, Kingston Fury DDR5-4800 32GB 195€) • Razer Ornata V2 Gaming-Tastatur günstig wie nie: 54,99€ • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar [Werbung]
    •  /