Spannungen mit China

Die Anlagen stehen lediglich zwei bis sechs Kilometer vor der Küste, an der tiefsten Stelle sind es 30 Meter bis zum Grund. Die folgenden Parks, die Ørsted miterrichten wird, haben ganz andere Dimensionen: Changua etwa hat 900 MW und ist bis zu 65 Kilometer vom Festland entfernt, das Wasser ist bis zu 45 Meter tief, die Jacket-Fundamente bis zu 75 Meter hoch.

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Matthias Bausenweins Job ist es, dabei zu helfen, eine richtige Offshore-Industrie aufzubauen, mit allem Drum und Dran. Ganz wichtig ist dabei "Local content", wie er sagt. Die Taiwanesen wollen vom Windrausch im eigenen Land natürlich auch selbst profitieren - und schreiben Beteiligungen vor. "Wir stehen im intensiven Dialog mit den lokalen Behörden", sagt Bausenwein. Heimische Partner haben er und seine Kollegen längst gefunden: "Mehr als die Hälfte unserer Fundamente und Piles, sowie alle unsere Türme kommen aus Taiwan." Piles sind die überdimensionalen Nägel, mit denen die Fundamente im Meeresboden befestigt werden.

Auch der deutsche Energieversorger EnBW ist in Taiwan mit elf Mitarbeitern vertreten und entwickelt seit Anfang 2018 gemeinsam mit dem australischen Investor Macquarie Capital und dem taiwanischen Industrieunternehmen Swancor drei Offshore-Projekte mit einer Gesamtleistung von bis zu 2.000 Megawatt, wie Unternehmenssprecherin Stefanie Klumpp sagt.

Für alle Beteiligten erschwerend sind die politischen Spannungen mit dem Nachbarland China, dem derzeitigen Windkraftweltmeister. Seit dem Bürgerkrieg liegen Taiwan und China im Clinch. China erkennt die Eigenständigkeit des Landes bis heute nicht an. Entsprechend ungern sehen es die Chinesen, wenn man Geschäfte mit Taiwan macht.

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Taiwan ist regelrecht isoliert. Es gibt keinerlei Netzverbindungen zu den Nachbarn. Das Land ist auf sich allein gestellt - hat also ein echtes Inselnetz. Und das wird vom Staatsunternehmen Taipower betrieben, faktisch dem einzigen Abnehmer auf der Insel. "Die Taiwanesen haben keine Chance, ihren Strom irgendwohin zu leiten", sagt Bausenwein.

Ähnlich heiß diskutiert wie hierzulande ist der Umweltschutz. Vor Taiwan gibt es seltene weiße Delfine. Sie sind gewissermaßen das Pendant zum Schweinswal. "Die nehmen den Umweltaspekt sehr ernst", sagt Cheng.

Und dann sind da noch die Naturgewalten, die man in Europa so nicht kennt.

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 Taiwan: Windkraft-WunderlandSturmsichere Windräder 
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