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Tados Heizkörper-Regler brauchen AA-Zellen für den Betrieb.
Tados Heizkörper-Regler brauchen AA-Zellen für den Betrieb. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Erfahrungen bei Reisen

Grundsätzlich passt sich Tado an die Nutzer an. Verlassen sie das Zuhause, schalten die Heizkörper im Balance-Modus ein paar Grad herunter. In unserem Fall von 21 auf 19 Grad, was realistisch den Einstellungen für 20 beziehungsweise 18 Grad in der Raummitte entspricht. Unser Offset beträgt nämlich 2 Grad, was in der App auch so eingestellt ist.

Sind die Nutzer etwa 100 Kilometer entfernt, wird Tado radikaler und versetzt die Heizkörper im Prinzip in den Frostschutzmodus. Die Wohnung kann auf 10 Grad heruntergekühlt werden. In vielen Bauten heißt das, dass die Heizung praktisch aus ist, denn die Nachbarn heizen ja auch und die Dämmung hält die Wärme recht gut. Diese Werte basieren auf dem Dezember, da wir im Januar nicht weit genug weg waren.

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  • Die folgenden Screenshots zeigen eine Reise. Hier sind wir in Frankfurt gelandet. (Screenshot: Golem.de)
  • In Helsinki angekommen, zeigt die Wohnung einen weiteren Temperaturverlust. (Screenshot: Golem.de)
  • Nach mehreren Tagen sind wir wieder in Frankfurt. Es wird nicht geheizt. (Screenshot: Golem.de)
  • Erst bei der Landung in Tegel erkennt Tado die Rückkehr und heizt. Die Wohnung wärmt sich nicht rechtzeitig auf. (Screenshot: Golem.de)
  • Während des 33C3 haben wir Tado ebenfalls beobachtet. Wir haben die Wohnung verlassen und die Zieltemperatur liegt bei 17 Grad Celsius. (Screenshot: Golem.de)
  • Etwas über 100 Kilometer entfernt wird die Zieltemperatur auf 10 Grad Celsius gesetzt. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit dem Zug wird die Rückkehr besser erkannt ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und die Zieltemperatur rechtzeitig erreicht. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Zeitplanung ist recht fein einteilbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Balance-Modus bietet unserer Erfahrung nach gute Werte. Wer will, kann manuell eingreifen. (Screenshot: Golem.de)
  • Das geht auch in der Hauptübersicht. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Oberfläche ist sehr schlicht und dadurch nicht besonders intuitiv. Wir vermissen Details und Beschriftungen - zumindest am Anfang. (Screenshot: Golem.de)
  • Unser Demoheizkörper für die Fotos (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine praktische Markierung hilft bei der Ausrichtung während der Montage. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Thermostat ist erstaunlich schlicht im Design. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir befürchten aber, dass das matte Material irgendwann schmutzig wird. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Äußerst dezent ist die Anzeige, die nur beim Drehen oder durch die App aktiviert wird. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Tado-Steuerung im Vergleich zu dem, was wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten verwendet haben. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Vergleich zu der Honeywell-Steuerung ist das Tado-System erstaunlich kompakt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wer will, kann auch Akkus verwenden. Es empfehlen sich aber LSD-Akkus. Wir haben Sanyo-Modelle verwendet, die es nicht mehr gibt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Koppelmechanismus ist auch recht platzsparend. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • In der Mitte ist die eigentliche Heizungskontrolle. Das Laufwerk ist verborgen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ohne Internet Bridge geht es nicht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Sie kann per USB mit 120 mA an einem Router versorgt werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Lichter sehen unscharf aus. Das liegt an dem diffusen Material. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Da wir die Bridge für die Fotos nicht angeschlossen haben, leuchtet nur eine LED. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein kurzer Dreh und das Thermostat zeigt Informationen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Die folgenden Screenshots zeigen eine Reise. Hier sind wir in Frankfurt gelandet. (Screenshot: Golem.de)

Festgestellt haben wir das bei einem kurzen Wochenendtrip nach Helsinki. Bei unserer Ankunft am Flughafen Tegel zeigte das System noch 19 Grad als Zieltemperatur. Da wir nicht direkt flogen, schauten wir in Frankfurt am Main noch einmal nach. Und siehe da: Die Zieltemperatur lag bei 10 Grad. Während unserer Zeit in Helsinki wurde diese Temperatur nicht weiter gesenkt. Es zeigte sich aber, dass der Bau nicht so schnell auskühlt, wie wir dachten. Am vierten Tag zeigte die Messung 14 Grad an und das bei Werten um den Gefrierpunkt.

Der Nachbar heizt mit

Dass die Wohnung nicht kälter wurde, lag zum einen an heizenden Nachbarn, zum anderen daran, dass die Nachbarräume herkömmlich mit programmierten Honeywell-Geräten beheizt wurden, die die Reise nicht erkennen konnten. Der Grund lag aber darin, dass wir Tado nicht so recht vertrauen wollten. Im Winter in eine ausgekühlte Altbauwohnung zu kommen, ist mehr als lästig, weil die Aufwärmphase mitunter Tage dauert. Deswegen ist es, je nach Bau, auch nicht sinnvoll, die Heizungen bei Abwesenheit komplett abzuschalten, weil dann bei Ankunft übertrieben geheizt werden muss. Wer das manuell macht, vergisst die zu hohen Einstellungen nach dem Aufheizen womöglich.

Bei unserem Rückflug waren wir dann gespannt. Wir haben mit einer intelligenten Programmierung gerechnet und freuten uns schon auf tolle Ergebnisse - die dann ausblieben. Eigentlich müsste das System erkannt haben, dass wir uns auf dem Weg nach Helsinki mit extremer Geschwindigkeit wegbewegten. Es wäre also logisch, dass der Heimweg ähnlich ablaufen würde. Beim Rückflug ging es wieder über Frankfurt. Dort angekommen, prüften wir, ob sich etwas tat - leider nicht. Erst bei der Landung auf dem Flughafen Tegel drehten die Heizkörper hoch. Wohl dem, der nach einem Flug nicht vergisst, den Flugmodus wieder einzuschalten.

Nun liegt Tegel direkt in der Stadt und die meisten Einwohner würden dem System 30 bis 90 Minuten Vorlaufzeit geben. Da wir nicht auf Koffer warten mussten, waren es bei uns nur 45 Minuten. Nicht genug Zeit, um die Temperatur von 14 Grad auf 17 Grad - also theoretisch effektiv von 13 auf 16 - zu erhöhen. Bei der Ankunft ging also das Frieren erst einmal los. Und die Heizkörper versuchten zudem nur grob, den Raum aufzuheizen. Dass die Raummitte gerade in einer solchen Situation deutlich kühler als die Messung an den Thermostaten ist, sollte einleuchten. Und hier zeigt sich auch ein prinzipielles Problem des derzeitigen Startersets: Die baulichen Gegebenheiten müssen berücksichtigt werden und das geht ohne Extrasensor nicht.

Insgesamt vermuten wir, dass das Ergebnis in einem gut gedämmten Neubau besser gewesen wäre. Wir waren jedenfalls froh, dass der Winter bisher recht mild ist. In unserer Testwohnung haben die Heizkörper bei maximalem Wert Probleme, wenn die Temperatur draußen auf -20 Grad Celsius oder tiefer fällt. In dem Fall dauert das Wiederaufheizen mehrere Tage, in diesem Dezember nur einen halben Tag.

Wer auf Reisen ist, der sollte vor seiner Rückkehr lieber per Hand mit der App die Heizung hochfahren und dabei das Wetter und auch die baulichen Gegebenheiten mitbedenken. Schließlich kennt der Bewohner seine eigene Wohnung recht gut. Es sei zudem anzumerken, dass diese Möglichkeit mit manuell programmierten, nicht vernetzten Thermostaten, freilich nicht geht. Allenfalls ein fixes Rückkehrdatum ist bei einigen Systemen möglich, die aber Verspätungen oder gar Verfrühungen nicht berücksichtigen können. Und mit manuellen Reglern kann der Anwender eh wenig regeln. Aus dieser Perspektive ist Tados Angebot ein enormer Komfortgewinn, vor allem weil Tado auch die Wetterberichte bei den Berechnungen berücksichtigt.

In unserer Honeywell-Zeit haben wir jedenfalls früher die manuelle Methode gewählt und die Heizkörper auf 15 bis 16 Grad in den Eco-Mode gesetzt, mit entsprechenden Frierphasen bei der Rückkehr nach einem Winterauslandseinsatz.

Lieber beim Reisen online bleiben

Unser zweites Praxisszenario war der vergangene 33. Chaos Communication Congress, der zum vorerst letzten Mal im CCH in Hamburg stattfand. Hier funktionierte das System besser, da es unterbrechungsfrei wusste, wie weit wir ungefähr entfernt vom Heim waren. Bei der Rückkehr gab es dementsprechend keine Probleme. Auffallend war, dass es offenbar eine Grenze gibt, bei der die Heizkörper auf den 10-Grad-Modus gestellt werden und die liegt bei ungefähr 100 Kilometern.

Bei Bahnreisen funktioniert das System also sehr gut und heizt die Wohnung rechtzeitig auf. Bei Flugreisen und nahem Flughafen reicht die Zeit mitunter nicht, der Anwender sollte also manuell eingreifen, sobald die Ankunftszeit bekannt ist. Wir hoffen aber, dass Tado an den Algorithmen noch etwas feilt. Denn basierend auf den von uns gelieferten Daten, wäre eine klügere Anpassung denkbar. Tado müsste eigentlich eine besonders schnell zurückgelegte Distanz erkennen und bei der Rückkehr anders bewerten. Problematisch wäre nur der direkte Rückflug.

 Ohne Cloud geht es bei Tado nichtIntegration in andere Smart-Home-Systeme und Ausblick 

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Vögelchen 19. Jan 2017

Nachdem ich mich nun schon 2x erkältet habe, weil das Aufheizen nach mehrwöchiger...

kaymvoit 18. Jan 2017

Ja, wir sind im Mischbetrieb. Fußbodenheizung in zwei Räumen im Obergeschoss...

maze_1980 12. Jan 2017

Die warme Luft steigt nach oben, sammelt sich an der Decke, und dann wird sie an der...

Eheran 11. Jan 2017

10% Mehrverbrauch sind nicht der Grund für die Mehrkosten, die die Einsparungen wieder...

Sebbi 11. Jan 2017

Zur Heizungssteuerung muss man nicht in Millisekundenabständen den Standort des Nutzers...



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