Abo
  • Services:

Wenn die Internet Bridge von Tado nicht kommunizieren will

Nachdem ein Kollege das System zuhause eine Weile ausprobiert hatte, scheiterten unsere ersten Versuche damit zunächst komplett. Das lag zum einen daran, dass die drei Geräte alle fest mit dem Zugang des Kollegen gekoppelt waren. Wir mussten die Geräte erst vom betreffenden Konto lösen, was nur der Support machen kann. Ansonsten verweigerte die App, oder besser gesagt die Webseite, da die App Anfangs noch nicht fertiggestellt war, den Zugriff mit dem Verweis, dass das System bereits mit einem anderen Nutzer verbunden ist. Ärgerlich - die Geräte zu verleihen oder zu verkaufen, ist umständlich. Auf der anderen Seite muss man sich wenig Sorgen machen, dass ein Besucher unberechtigt das System übernimmt.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Karlsruhe
  2. Interhyp Gruppe, München

Nach erfolgter Befreiung konnten wir dann anfangen. Die Erstellung eines Tado-Kontos ist dazu absolut notwendig. Danach wurden wir aufgefordert, dem System die Seriennummer der Internet Bridge mitzuteilen. Das klappte an sich auch, doch das Tado-Backend wollte partout die Internet Bridge nicht finden. Die Cloud-LED blinkte die ganze Zeit, suggerierend, dass mit der Internetverbindung etwas nicht stimmte. Ein paar Scans ergaben aber, dass die Bridge im lokalen Netzwerk zu sehen war, nur draußen in der Cloud war nichts zu sehen. Auffällig waren nur manche Reaktionen auf Pings. Die waren nämlich alles andere als zuverlässig. Nachdem wir festgestellt hatten, dass in anderen Netzwerken die Bridge funktionierte, bemühten wir abermals die Produktunterstützung des Herstellers.

  • Die folgenden Screenshots zeigen eine Reise. Hier sind wir in Frankfurt gelandet. (Screenshot: Golem.de)
  • In Helsinki angekommen, zeigt die Wohnung einen weiteren Temperaturverlust. (Screenshot: Golem.de)
  • Nach mehreren Tagen sind wir wieder in Frankfurt. Es wird nicht geheizt. (Screenshot: Golem.de)
  • Erst bei der Landung in Tegel erkennt Tado die Rückkehr und heizt. Die Wohnung wärmt sich nicht rechtzeitig auf. (Screenshot: Golem.de)
  • Während des 33C3 haben wir Tado ebenfalls beobachtet. Wir haben die Wohnung verlassen und die Zieltemperatur liegt bei 17 Grad Celsius. (Screenshot: Golem.de)
  • Etwas über 100 Kilometer entfernt wird die Zieltemperatur auf 10 Grad Celsius gesetzt. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit dem Zug wird die Rückkehr besser erkannt ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und die Zieltemperatur rechtzeitig erreicht. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Zeitplanung ist recht fein einteilbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Balance-Modus bietet unserer Erfahrung nach gute Werte. Wer will, kann manuell eingreifen. (Screenshot: Golem.de)
  • Das geht auch in der Hauptübersicht. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Oberfläche ist sehr schlicht und dadurch nicht besonders intuitiv. Wir vermissen Details und Beschriftungen - zumindest am Anfang. (Screenshot: Golem.de)
  • Unser Demoheizkörper für die Fotos (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine praktische Markierung hilft bei der Ausrichtung während der Montage. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Thermostat ist erstaunlich schlicht im Design. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir befürchten aber, dass das matte Material irgendwann schmutzig wird. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Äußerst dezent ist die Anzeige, die nur beim Drehen oder durch die App aktiviert wird. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Tado-Steuerung im Vergleich zu dem, was wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten verwendet haben. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Vergleich zu der Honeywell-Steuerung ist das Tado-System erstaunlich kompakt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wer will, kann auch Akkus verwenden. Es empfehlen sich aber LSD-Akkus. Wir haben Sanyo-Modelle verwendet, die es nicht mehr gibt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Koppelmechanismus ist auch recht platzsparend. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • In der Mitte ist die eigentliche Heizungskontrolle. Das Laufwerk ist verborgen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ohne Internet Bridge geht es nicht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Sie kann per USB mit 120 mA an einem Router versorgt werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Lichter sehen unscharf aus. Das liegt an dem diffusen Material. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Da wir die Bridge für die Fotos nicht angeschlossen haben, leuchtet nur eine LED. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein kurzer Dreh und das Thermostat zeigt Informationen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Die Lichter sehen unscharf aus. Das liegt an dem diffusen Material. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der riet uns dazu, die Bridge an einen Switch anzuschließen, was für uns erst einmal überhaupt keinen Sinn ergab. Trotz unseres Wissens über Netzwerke schlossen wir also an den für Tado reservierten Ethernet-Port des Routers einen Switch an und an diesen dann die Internet Bridge. Wir waren uns sicher, dass dies nichts ändern würde, waren dann aber froh, auf den Support gehört zu haben. Denn, siehe da, die Internet Bridge hatte plötzlich eine Verbindung nach draußen und statt zu blinken, leuchtete die Cloud-LED dauerhaft. Was war also passiert?

Probleme mit Apples älteren Airport Extreme Base Stations

Das Problem war offenbar unsere Airport Extreme Base Station (AEBS) - laut Hersteller lag es angeblich an dessen USB-Port zur Stromversorgung. Dieser sagte uns, dass die Bridge 0,7 Watt an Leistung aufnimmt und es gebe wohl ein paar Router, die die Internet Bridge wegen der hohen Leistungsaufnahme nicht versorgen können. Tado empfiehlt einen USB-Anschluss mit einer Stromstärke von 200 mA, was nach unseren Erfahrungen eigentlich kein Problem darstellt.

Ein paar weitere Tests ergaben, dass auch mit unabhängiger Stromversorgung - portabler Akku oder Netzteil - keine Verbindung zustande kommt. Manchmal war die Bridge gar nicht im Netzwerk sichtbar, manchmal gab es hohe Paketverluste. Wir konnten das Problem sowohl mit einer AEBS Gen4 aus dem Jahr 2009 (A1358) als auch mit einer AEBS Gen5 (A1408) nachvollziehen. Beide hatten das aktuelle Sicherheitsupdate vom Dezember 2016 installiert. Zur Umgehung des offenbar sehr speziellen Problems haben wir einfach einen Switch dazwischengeschaltet. Die Tado-Bridge hing an einem Netgear GS110TP, der mit einem HP 1820-24G verbunden war und sich dann über die AEBS mit dem Internet verband. Wir haben keine Erklärung für das Phänomen gefunden, das so eigentlich nicht auftreten kann. Wir haben auch eine mangelnde Stromversorgung durch die AEBS ausschließen können, indem wir die Stromversorgung den Apple-Router übernehmen ließen und ein langes Kabel zum 1820-24G legten. Auch das funktionierte einwandfrei.

Power over Ethernet unterstützt die kleine Bridge übrigens nicht. Das ist zwar ein sehr spezieller Wunsch, den der Großteil der Zielgruppe nicht haben dürfte, aber wir hätten das Gerät schon gerne ohne weiteren Kabelsalat an unserem kleinen 8-Port-PSE-PoE-Switch betrieben. Wozu hat man die Ports schließlich? Stattdessen haben wir eine Mehrfachsteckdose und ein USB-Netzteil zusätzlich verbaut.

Nachdem wir das Problem mit der AEBS beseitigt hatten, funktionierte auch der Rest einwandfrei. Das Backend erkennt die Bridge und anschließend müssen nur noch die Tado-Heizkörperthermostate angekoppelt werden, was ohne weitere Probleme möglich ist. Die Thermostate müssen dafür auch nicht an den Heizkörpern hängen, was die Einrichtung vereinfacht. Erst zum Abschluss müssen sie angebracht werden. Der Einrichtungsprozess funktioniert sehr gut und die bei uns aufgetretenen Probleme dürfte aufgrund des Alters der Router kaum ein Anwender haben. Wir konnten also mit den Praxistests beginnen und den Eigenarten der recht alten Heizungstechnik, wie sie viele Wohnungen noch haben.

 Tado im Test: Heizkörperthermostate mit effizientem Stalker-ModusStarke, schnelle Motoren 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. mit Logitech-Angeboten, z. B. G900 Chaos Spectrum für 79€ statt über 100€ im Vergleich)
  2. 99,90€ + Versand (Vergleichspreis 140€)
  3. 149,90€ + Versand (im Preisvergleich ab 184,95€)

Vögelchen 19. Jan 2017

Nachdem ich mich nun schon 2x erkältet habe, weil das Aufheizen nach mehrwöchiger...

kaymvoit 18. Jan 2017

Ja, wir sind im Mischbetrieb. Fußbodenheizung in zwei Räumen im Obergeschoss...

maze_1980 12. Jan 2017

Die warme Luft steigt nach oben, sammelt sich an der Decke, und dann wird sie an der...

Eheran 11. Jan 2017

10% Mehrverbrauch sind nicht der Grund für die Mehrkosten, die die Einsparungen wieder...

Sebbi 11. Jan 2017

Zur Heizungssteuerung muss man nicht in Millisekundenabständen den Standort des Nutzers...


Folgen Sie uns
       


Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998) - Golem retro_

Diese Episode Golem retro_ beleuchtet Need for Speed 3 Hot Pursuit aus dem Jahre 1998. Der dritte Serienteil gilt bis heute bei den Fans als unerreicht gut.

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998) - Golem retro_ Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
Machine Learning
Wie Technik jede Stimme stehlen kann

Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
  2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
  3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
Requiem zur Cebit
Es war einmal die beste Messe

Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
Von Nico Ernst

  1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

    •  /