Tablet-Kühlung: AMDs Turbo Dock ist jetzt Intels Adaptive Performance

Nach der Vorstellung des Core M, Intels sehr sparsamen CPUs für Tablets und andere Geräte, kündigte das Unternehmen noch eine Neuerung an. Für die flachen Wischrechner soll es Docks mit Lüftern geben. Das hatte AMD schon vor einem Jahr gezeigt.

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Intel-Präsidentin Renee James zeigt neue 2-in-1s auf der Computex 2014.
Intel-Präsidentin Renee James zeigt neue 2-in-1s auf der Computex 2014. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Erst in der Fragerunde mit Journalisten nach der Ankündigung des Core M erklärte Intel-Präsidentin Renee James in Taipeh, wie das kurz erwähnte "Adaptive Performance" aus ihrer Keynote-Ansprache wirklich funktioniert. Wenn ein Tablet mit Core M in ein passendes Dock gesteckt wird, um den Rechner wie einen Desktop-PC zu verwenden, wird das Gerät aktiv gekühlt. Dadurch kann der Core M mit höheren Takten laufen, was sich in mehr Rechenleistung niederschlägt.

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Im Dock sollen dafür einer oder mehrere Lüfter stecken, die Luft in das Tablet blasen. Das klingt nicht nur ähnlich wie das Anfang 2013 von AMD vorgestellte Konzept Turbo Dock, sondern ganz genau so. Die Idee scheint dieselbe zu sein, die Frage ist nur, warum sie bisher nicht in kaufbaren Produkten eingesetzt wurde.

Als AMD Golem.de vor kurzem ein Referenztablet mit der neuen APU Mullins zeigte, sagte der Turbo-Dock-Erfinder, das Konzept würde nicht weiter verfolgt. Es fand sich nach unserem Kenntnisstand kein einziger Gerätehersteller, der ein aktiv belüftetes Tablet samt Dock herstellen wollte. Dafür kann es neben dem erklärungsbedürftigen Produkt auch einen technischen Grund geben: Tablets sind, mit Ausnahmen wie beim Surface Pro, auf eine passive Kühlung und minimale Gehäusestärke ausgelegt.

Luftkanäle, welche die richtigen Stellen erreichen sollen, sind bisher ebenso wenig üblich wie Kühlkörper oder Heatpipes, die von kühler Luft umströmt werden könnten. In der Regel dienen die große Rückseite und das Display als Abstrahlfläche für die von den Chips erzeugte Wärme. Auch deshalb sind die Gehäuse schneller Tablets größtenteils aus Metall.

  • Intel kündigt den Core-M mit Broadwell-Kernen an. (Folie: Intel)
  • Unten links ein Dock, das bereits Lüfter enthalten könnte. (Folie: Intel)
  • 40 neue Designs mit Bay Trail 2014. (Folie: Intel)
Unten links ein Dock, das bereits Lüfter enthalten könnte. (Folie: Intel)
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Intel kann es sich mit seinen oft mit hunderten Millionen US-Dollar bestückten Entwicklungs-Fonds aber offenbar leisten, auch solch neue Gehäusekonstruktionen durchzudrücken. Allein im Jahr 2014 gibt es Renee James zufolge schon rund 40 neue Designs für Intel-Tablets - dabei sind nicht 40 Modelle gemeint, sondern viel mehr, weil viele Geräte von verschiedenen Marken in unterschiedlichen Ländern angeboten werden.

Dass AMD sein Turbo Dock stillschweigend beerdigt hat, weil Intel das Konzept nutzen wollte, ist darüber hinaus nicht unbedingt eine Verschwörungstheorie. Beide Unternehmen unterhalten seit Jahrzehnten ein vollständiges Patentaustauschabkommen. Dessen Bedingungen, etwa wann eine Erfindung des Konkurrenten durch den anderen genutzt werden kann und ob dabei Geld fließt, sind jedoch ein sehr gut gehütetes Geheimnis.

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