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Tablet-Boom: Netbooks werden in Deutschland zum Nischenprodukt

Von 2 Millionen auf rund 190.000 Geräte ist der Absatz von Netbooks gefallen. Grund dafür ist die Nachfrage bei Tablet-PCs und Smartphones.
/ Achim Sawall
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Aufnahme vom Januar 2011 (Bild: Pichi Chuang/Reuters)
Aufnahme vom Januar 2011 Bild: Pichi Chuang/Reuters

Netbooks werden in Deutschland zum Nischenprodukt. Das hat der IT-Branchenverband Bitkom am 11. März 2013 erklärt. "Hauptgrund dafür ist der Boom bei Tablet-PCs und Smartphones" , heißt es in einer Bitkom-Erklärung(öffnet im neuen Fenster) . In Deutschland war der Asus EeePC 700 im Jahr 2008 das erste Netbook auf dem Markt.

Im Jahr 2009 wurden in Deutschland fast 2 Millionen Netbooks verkauft, seitdem gab es mit jedem Jahr einen zweistelligen Rückgang. Laut Prognosen des Marktforschungsinstituts EITO wird der Absatz im Jahr 2013 um die Hälfte (52 Prozent) auf rund 190.000 Geräte schrumpfen.

Netbooks sind kleiner, leichter, weniger leistungsfähig und preisgünstiger als Notebooks. Der Umsatz geht in Deutschland dieses Jahr voraussichtlich um 54 Prozent auf nur noch 39 Millionen Euro zurück. 2009 betrug der Erlös mit rund 564 Millionen Euro noch fast fünfzehnmal so viel. Der Durchschnittspreis geht mit 2,4 Prozent leicht auf 205 Euro zurück.

European Information Technology Observatory (EITO) ist ein Projekt der Bitkom Research in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsinstituten IDC und GfK.

Der deutsche Markt für Tablet-Computer ist dagegen 2012 um fast 84 Prozent auf einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro gewachsen. Der Geräteverkauf hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt: Die verkauften Stückzahlen stiegen von 2,1 Millionen im Jahr 2011 auf rund 4,4 Millionen im Jahr 2012, ein Plus von 122 Prozent. 2013 soll der Absatz den Wert von 5 Millionen übertreffen, so die Prognose des Bitkom.

Jeder achte in Deutschland Lebende nutzt ein Tablet. Das entspricht rund 9,1 Millionen Menschen oder 13 Prozent, wie eine Forsa-Umfrage ergab .


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