T1-Smartphone: Trump Mobile verpasst Verkaufsstart für T1-Smartphone

Das Jahr 2025 ist ohne die versprochene Markteinführung des T1-Smartphones von Trump Mobile(öffnet im neuen Fenster) zu Ende gegangen. Wie das Unternehmen zum Jahreswechsel bestätigen musste, verzögert sich die Auslieferung des goldfarbenen Android-Geräts nun offiziell bis in das Jahr 2026, vielleicht erscheint es im Januar. Ursprünglich war die Veröffentlichung für August 2025 angekündigt, bevor der Termin dann auf das vierte Quartal korrigiert wurde. Laut einem Bericht der Financial Times(öffnet im neuen Fenster) konnte der Hersteller die selbst gesteckten Ziele für das Weihnachtsgeschäft nicht einhalten.
Kunden, die bereits seit Juni 2025 eine Anzahlung in Höhe von 100 US-Dollar für das insgesamt 499 US-Dollar teure Gerät geleistet haben, wurden über weitere Verzögerungen informiert. Das Support-Team von Trump Mobile führt diese auf unvorhergesehene bürokratische Hürden zurück. Auf der offiziellen Webseite wird das Lieferdatum derzeit nur noch vage angegeben, während die Enttäuschung bei den Vorbestellern wächst. Das Projekt wird maßgeblich von Donald Trump Jr. und Eric Trump vorangetrieben, welche die Markenrechte für die Hardware-Sparte lizenziert haben.
Zertifizierungsprobleme nach dem Government Shutdown
Als Hauptgrund für die neuerliche Verspätung nennt das Unternehmen die Nachwirkungen des US-Government-Shutdowns, der im Herbst 2025 über sechs Wochen andauerte. Dieser Stillstand habe die notwendigen Zertifizierungsprozesse bei der Federal Communications Commission (FCC) massiv ins Stocken gebracht. Ohne die finale Freigabe der Fernmeldebehörde darf das T1 nicht auf dem US-Markt vertrieben werden. Zudem hätten logistische Engpässe die Lieferkette für das spezifische Gehäuse-Finish beeinträchtigt.
Interessant ist dabei die Wandlung der Marketing-Strategie. Wurde das T1 zu Beginn noch offensiv als „Made in USA"-Produkt beworben, ist diese Formulierung inzwischen fast vollständig von der Webseite verschwunden. Stattdessen betont das Unternehmen nun, dass das Smartphone mit amerikanischen Werten(öffnet im neuen Fenster) im Hinterkopf entworfen wurde. Technische Spezifikationen wie das 6,25-Zoll-AMOLED-Display mit 120 Hz, eine 50-Megapixel-Hauptkamera und der 5.000-mAh-Akku bleiben bestehen, doch wer das Gerät tatsächlich fertigt , bleibt weiterhin ein Betriebsgeheimnis. Experten vermuten eine Produktion in Asien, da eine US-Fertigung in dieser Preisklasse kaum realisierbar scheint.
Strategiewechsel bei Produktion und Vertrieb
Um die Zeit bis zum Erscheinen der eigenen Hardware zu überbrücken, hat Trump Mobile sein Geschäftsmodell erweitert. Anstatt ausschließlich auf das T1 zu setzen, vertreibt das Unternehmen über seinen Onlineshop nun generalüberholte Gebrauchtgeräte der Konkurrenz. So werden dort derzeit das iPhone 15 und verschiedene Samsung-Galaxy-Modelle als Refurbished-Varianten angeboten. Kritiker sehen darin einen Widerspruch zur ursprünglichen Ankündigung, eine echte heimische Alternative zu den etablierten Tech-Giganten aus dem Silicon Valley und Südkorea zu schaffen.
Flankiert wird das Hardware-Angebot durch den Mobilfunktarif 47 Plan. Für eine monatliche Gebühr von 47,45 US-Dollar erhalten Nutzer unbegrenztes Datenvolumen in den USA. Trump Mobile fungiert hierbei als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) und nutzt die Netzinfrastruktur bestehender Großanbieter. Ob das goldene T1 im ersten Quartal 2026 tatsächlich die ersten Kunden erreicht, bleibt abzuwarten. Bisher hat das Unternehmen keinen konkreten Tag für den Verkaufsstart genannt, was die Skepsis hinsichtlich der Produktionsreife weiter befeuert.