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T-Systems: Telekom Deutschland übernimmt Multimedia Solutions (MMS)

Multimedia Solutions mit 1.700 Beschäftigten soll bei Telekom Deutschland Anfragen von mittelständischen Unternehmen zu neuen Applikation auf ihren operativen Systemen bedienen.
/ Achim Sawall
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Führungsspitze der Telekom stellt T-Systems neu auf. (Bild: Deutsche Telekom)
Führungsspitze der Telekom stellt T-Systems neu auf. Bild: Deutsche Telekom

Telekom Deutschland wird die bisherige T-Systems-Tochter Multimedia Solutions (MMS) übernehmen. Das gab die Telekom am 8. November 2022 bekannt. "Die digitale Welt ändert sich. Telekommunikationsunternehmen, die ihre digitalen Skills nicht gepflegt haben, sind im B2B-Markt zurückgefallen. Wir glauben an Digitalisierung Made in Germany" , sagte Telekom-Chef Tim Höttges(öffnet im neuen Fenster) .

Multimedia Solutions mit 1.700 Beschäftigten soll den neuen Bereich Digital Experience Services bedienen. "Kundenfragen von mittelständischen Unternehmen richten sich nicht mehr nur nach Infrastruktur, sondern danach, wie man darauf Applikation betreiben und diese in seine operativen Systeme integriert" , erklärte T-Systems-Sprecher Harald Lindlar im Gespräch mit Golem.de.

T-Systems MMS wird ab 2023 an die Telekom Deutschland übertragen und soll als eigenständiges Unternehmen agieren. T-Systems kann nach dem gestoppten Verkauf bei Investitionen eigenständiger agieren und soll selbst Partnerschaften im Ausland schließen können. T-Systems wird zudem bevorzugter Partner der Digitalisierung der Telekom.

T-Systems: Umsatz mit Cloud Services und digitalen Lösungen

T-Systems erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund vier Milliarden Euro. Rund 85 Prozent davon mit Cloud Services und digitale Lösungen. Um die Neuaufstellung von T-Systems zu unterstützen, entlastet der Konzern das Unternehmen von historischen Verpflichtungen wie Pensionen für Beschäftigte. Es geht um Kosten des Personalüberhangs, der immer noch auf der Gehaltsliste von T-Systems steht, und alte Pensionspläne.

T-Systems hat aber auch zuletzt jährlich ein Minus in Höhe von 242 Millionen Euro (Ebit) verzeichnet. Höttges und T-Systems-Chef Adel Al-Saleh ließen seit November 2021 Szenarien für eine Abspaltung und Neuaufstellung oder einen Verkauf durchspielen. Mit potenziellen Käufern wie Accenture und Capgemini liefen Gespräche.

T-Systems ist bereits durch verschiedene Restrukturierungs- und Stellenabbauprogramme gegangen und hatte zuletzt im Februar 2021 seine Strategie gewechselt und die Cloud in den Mittelpunkt gestellt. Al-Saleh hatte den Abbau von 10.000 der rund 38.000 Stellen angekündigt. Von der Kürzung waren rund 5.600 Stellen in Deutschland betroffen.


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