T-Mobile USA: Iliad bläst Übernahmeversuch ab

Der französische Konzern Iliad hat das Vorhaben aufgegeben, die US-Tochter der Deutschen Telekom zu übernehmen. Deren Vorstand hat das bereits zweite Angebot zurückgewiesen.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Iliad-Chef Maxime Lombardini
Iliad-Chef Maxime Lombardini (Bild: Reuters / Charles Platiau)

Der französische Internet- und Telefonkonzern Iliad will die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom nun doch nicht mehr übernehmen. Das Projekt sei aufgegeben worden, teilte Iliad am Montagabend in Paris mit. Sowohl der Vorstand von T-Mobile US als auch die deutsche Konzernmutter hätten das jüngste Angebot von 36 US-Dollar je Aktie für 67 Prozent der Anteile abgelehnt. Damit hätte Iliad die Kontrolle über T-Mobile US erlangt. Im außerbörslichen deutschen Handel reagierte die T-Aktie kaum auf die Absage der Franzosen.

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Die Deutsche Telekom hält zwei Drittel an dem zuletzt stark gewachsenen US-Mobilfunkanbieter. Höttges und Vorgänger René Obermann hatten viel Geld in das lange Zeit ungeliebte Tochterunternehmen gesteckt und es so wieder auf Wachstumskurs gebracht. Das hatte Begehrlichkeiten geweckt, so dass Iliad Ende Juli den Versuch gestartet hatte, T-Mobile US mit dem Angebot von 33 US-Dollar je Papier zu übernehmen. Der US-Mobilfunkmarkt sei groß und attraktiv, hatte Iliad seine Pläne begründet. Die Telekom erteilte dem Gebot jedoch eine Absage.

Zuvor war immer wieder über Verkaufsverhandlungen mit dem japanischen Kommunikationskonzern Softbank spekuliert worden, dem in den USA bereits der Mobilfunker Sprint gehört.

Langwieriger Ausstieg

Die Telekom hatte ihre heutige US-Tochter einst für 28,5 Milliarden US-Dollar gekauft. Als das Unternehmen in vier von fünf Jahren Gewinneinbußen verzeichnete, wurde der Ausstieg beschlossen. Doch der Verkauf an AT&T für 39 Milliarden US-Dollar scheiterte am US-Justizministerium. AT&T zahlte für den Ausstieg eine Vertragsstrafe in Höhe von drei Milliarden US-Dollar. T-Mobile baute Stellen ab und am 7. Mai 2012 gab die Telekom bekannt, dass sie vier Milliarden US-Dollar in den Netzausbau von T-Mobile USA investiere.

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Danach wurde die Fusion mit dem Konkurrenten MetroPCS vollzogen. MetroPCS Communications, ehemals bekannt unter dem Namen General Wireless, betrieb das fünftgrößte Mobilfunknetzwerk in den USA und hatte im Januar 2012 9,5 Millionen Kunden. Im Januar 2014 kaufte die Telekom Frequenzen von Verizon Wireless, zahlte 2,37 Milliarden US-Dollar für 700-MHz-A-Block-Frequenzen und transferierte selbst Spektrum im Wert von 950 Millionen US-Dollar an Verizon.

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