Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

T-Mobile US und Starlink: Nutzung von Satellitenmobilfunk viel geringer als erwartet

Starlinks Mobilfunkdienst wird in den USA weit weniger genutzt, als T-Mobile US erwartet hatte.
/ Achim Sawall
7 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Direct-to-Device: Mobilfunkverbindung überall bringt in Nationalparks Schutz vor Wendigos und Skinwalkern. (Bild: T-Mobile US)
Direct-to-Device: Mobilfunkverbindung überall bringt in Nationalparks Schutz vor Wendigos und Skinwalkern. Bild: T-Mobile US

Während der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen des US-Mobilfunkbetreibers räumte(öffnet im neuen Fenster) Firmenchef Srini Gopalan ein, dass T-Satellite – knapp ein Jahr nach seinem kommerziellen Start – eine geringere Nutzung verzeichnet als erwartet. "Der Großteil der Nutzung, die wir beobachten, findet in Nationalparks statt. Und (...) wir verzeichnen sogar deutlich weniger Nutzung, als wir ursprünglich angenommen hatten. Dennoch ist es ein hervorragendes ergänzendes Produkt."

Bei T-Mobile US, der US-amerikanischen Tochter der Deutschen Telekom, ist T-Satellite der Marketingname für die Satellite-to-Cell-Technologie, die auch Direct-to-Device (D2D) genannt wird. Dies bezeichnet eine Kooperation mit dem Leo-Satellitennetzwerk Starlink von SpaceX, die zusätzlich zur Internetversorgung mit Mobilfunktechnik wie eNodeB-Modems und großen Phased-Array-Antennen ausgestattet sind.

Gopalan erklärte weiter: "Wir betrachten Direct to Cell ganz klar als ein ergänzendes Produkt. Unsere Partnerschaft mit SpaceX ist sehr eng. Wir haben eng mit ihnen zusammengearbeitet, um im Grunde eine völlig neue Kategorie zu schaffen – eine, die Funklöchern ein Ende setzt. Darüber freuen wir uns sehr." Starlink habe sich auch selbst so auf dem Branchengipfel Mobile World Congress im März 2026 in Barcelona positioniert, sagte er.

30 Prozent der Landmasse der USA haben keine Mobilfunkausleuchtung

Die großen Mobilfunkbetreiber der USA, AT&T, Verizon und T-Mobile US, decken nur etwa 70 bis 75 Prozent der Landmasse der USA ab. Daher besteht dort ein ganz anderer Bedarf an Mobilfunkversorgung als in Deutschland.

Die Zahl der D2D-Nutzer wächst zwar weltweit stark, doch sobald die Anbieter den Dienst kostenpflichtig machen, geht die Nutzung zurück. Das ergab zuvor eine Analyse des Nutzerverhaltens von Ookla. So ist die Anzahl der D2D-Verbindungen in den USA (T-Mobile US) und Kanada (Rogers) in den vergangenen Monaten zurückgegangen, nachdem nach einer Gratis-Einführungsphase Gebühren für den über Starlink realisierten Dienst erhoben wurden.

Kunden in Premium-Tarifen erhalten den Dienst in den USA weiterhin kostenlos, während Nutzer in günstigeren Tarifen nun etwa 10 US-Dollar pro Monat zusätzlich zahlen müssen.


Relevante Themen