Zum Hauptinhalt Zur Navigation

T-Mobile US: Telekom will eigenes Glasfasernetz in den USA

Durch die hohen staatlichen Subventionen will nun T-Mobile US ein eigenes Festnetz aufbauen. Dafür sucht man einen Partner.
/ Achim Sawall
2 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Neues Angebot in New York City (Bild: T-Mobile US)
Neues Angebot in New York City Bild: T-Mobile US

T-Mobile US hat begonnen, den Aufbau eines eigenen Glasfasernetzes für Endkunden in den USA zu prüfen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Die Deutsche Telekom-Tochter arbeitet dafür mit der Investmentbank Citigroup zusammen, um Partner für ein 4-Milliarden-Dollar-Joint-Venture zu finden.

T-Mobile US, der zweitgrößte Mobilfunkbetreiber des Landes, besitzt im Gegensatz zu den Konkurrenten AT&T und Verizon Communications kein Glasfasernetz und muss Backhaul-Kapazitäten für seine Mobilfunkanlagen anmieten.

Hintergrund: T-Mobile US und andere Netzbetreiber wollen einen Anteil an den fast 100 Milliarden US-Dollar an Bundesgeldern, die zur Finanzierung des US-Breitbandausbaus geschaffen wurden.

Erster Test für FTTH in New York City

T-Mobile US startete im Jahr 2021 ein Fiber-to-the-Home-Pilotprogramm(öffnet im neuen Fenster) in Teilen von New York City. T-Mobile US testet FTTH in ausgewählten Wohngebäuden in Manhattan und bietet Upload- und Download von 940 MBit/s zusammen mit einem Wi-Fi-6-Router. Bei dem "sehr begrenzten Pilotprojekt" verwendet T-Mobile US das Netz eines anderen Betreibers. Das Unternehmen hat auch Partnerschaften mit anderen Fiber-to-the-Home-Anbietern untersucht, darunter Kabelnetz- und andere Telefongesellschaften, sagten die Quellen laut Bloomberg.

Führungskräfte von T-Mobile argumentieren bisher, dass das Leasing von Glasfaser wirtschaftlicher sei als der Aufbau kapitalintensiver Backhaul-Netzwerke, obwohl die Konkurrenten wie AT&T und Verizon erklärten, dass der Besitz wirtschaftliche Vorteile habe. Zuvor berichtete Bloomberg, dass AT&T ein eigenes Glasfaser-Joint Venture aufbauen wolle, das einen Wert von 10 bis 15 Milliarden US-Dollar haben könnte.


Relevante Themen