T-Mobile US: Telekom schließt Übernahme von Sprint überraschend ab

Plötzlich soll der jahrelang schwebende Deal zwischen Telekom und Sprint durch sein.

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Der Deal ist wohl durch.
Der Deal ist wohl durch. (Bild: T-Mobile US)

Die Deutsche Telekom hat die Übernahme von Sprint in den USA abgeschlossen. Das gab das Unternehmen am 1. April 2020 bekannt. "Dies ist in herausfordernden Zeiten ein historischer Tag für die Deutsche Telekom", sagte der Vorstandsvorsitzende Tim Höttges. "Die Fusion bringt uns in eine starke Position auf diesem wichtigen Schlüsselmarkt. Klasse, dass uns als europäischem Unternehmen das gelungen ist."

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"Wir können die Nummer eins auf dem Markt werden", betonte Höttges.

US-Richter Victor Marrero hatte im Februar die Klage der US-Bundesstaaten gegen den Kauf von Sprint durch T-Mobile US abgewiesen. Über ein Dutzend US-Bundesstaaten hatten gegen die Übernahme von Sprint geklagt, die den dritt- und viertgrößten US-Mobilfunkbetreiber zusammenbringt. Höttges erklärte direkt danach: "Ganz durch sind wir aber noch nicht. Es stehen noch mindestens eine weitere richterliche und eine behördliche Genehmigung aus." Sollte keiner der US-Bundesstaaten Revision gegen das Urteil einlegen, stehe noch die richterliche Genehmigung nach dem Kartellgesetz Tunney Act an. Auch die California Public Utilities Commission, die Aufsichtsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen im US-Bundesstaat Kalifornien, musste noch zustimmen. Das Telekom-Management entschied sich laut Handelsblatt jedoch dazu, die Fusion dennoch abzuschließen. Die genannten US-Bundesstaaten haben auf weitere rechtliche Schritte gegen das Urteil von Richter Marrero verzichtet. Die entsprechende Frist für Einsprüche ist Mitte März abgelaufen.

Telekom handelt Preis für Sprint um 5 Milliarden US-Dollar herunter

Mit dem US-Justizministerium wurde eine Vereinbarung unter Auflagen geschlossen, wonach Sprint sein Prepaid-Geschäft an das Unternehmen Dish Network für rund 1,4 Milliarden US-Dollar abgeben wird. Zudem sieht die Vereinbarung vor, dass das 800-MHz-Spektrum von Sprint für rund 3,6 Milliarden US-Dollar an Dish verkauft werden soll.

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Telekom-Vorstand Thorsten Langheim konnte die Konditionen für die Übernahme zuletzt noch um rund 5 Milliarden US-Dollar verbessern. Sprint-Eigner Softbank steht unter Druck wegen der Investition in den angeschlagenen Co-Working-Anbieter Wework.

Durch die Transaktion als reiner Aktientausch fließe kein Kapital von der Telekom in Richtung T-Mobile US. Zudem zahle T-Mobile US insgesamt 14 Milliarden US-Dollar konzerninterne Finanzierungen an die Telekom zurück, davon 8 Milliarden US-Dollar unmittelbar nach Wirksamwerden des Zusammenschlusses.

Nach Aktientausch und der Abgabe der Aktien durch Softbank liegt die Beteiligung der Telekom an der neuen T-Mobile bei rund 43 Prozent. Softbank wird an dem fusionierten Unternehmen rund 24 Prozent der Anteile halten, die Stimmrechte kann die Telekom aber in ihrem Sinne ausüben. Die verbleibenden 33 Prozent der Aktien der neuen T-Mobile US liegen bei außenstehenden Aktionären.

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