T-Mobile US: Goldman Sachs verkauft Telekom-Aktien für 1,5 Milliarden

Überraschend für die Telekom hat die japanische Softbank ein Aktienpaket im Wert von 1,5 Milliarden Euro an Goldman Sachs gegeben. Der Kurs der Telekom-Aktie ist eingebrochen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Telekom-Chef Tim Höttges in einer Videokonferenz
Telekom-Chef Tim Höttges in einer Videokonferenz (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot: Golem.de)

Der japanische Technologieinvestor Softbank hat die vor rund einem Monat erhaltenen Aktien der Deutschen Telekom über die US-Investmentbank Goldman Sachs zum Verkauf angeboten. In einem Finanzierungsgeschäft bot Goldman Sachs über Nacht rund 90 Millionen Telekom-Anteile zum Stückpreis von 16,95 Euro an, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Börsenunterlagen. Ein Telekom-Sprecher betonte im Gespräch mit Golem.de, die für Softbank geltende Haltefrist für die Papiere sei nicht aufgehoben und Softbank bleibe weiterhin Eigentümer der Aktien. Softbank habe die Telekom-Aktien bei der Investmentbank nur für einen Kredit hinterlegt.

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Die Telekom-Papiere fielen nach dem Start um bis zu viereinhalb Prozent auf 16,812 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Mai. Das Paket mit 90 Millionen Aktien hat einen Wert von 1,5 Milliarden Euro.

Den Bloomberg-Informationen zufolge geht es um ein komplexes Finanzgeschäft. Die 225 Millionen Telekom-Aktien, die Softbank in einem Tauschgeschäft vor einem Monat erhielt, unterliegen einer Haltefrist bis Ende 2024. Softbank hatte sich aber die Möglichkeit einräumen lassen, die Anteile als Pfand für eigene Finanzierungsgeschäfte oder für Sicherungsgeschäfte nutzen zu können. Der japanische Konzern hatte die neuen Telekom-Aktien erhalten, als Softbank seinen Anteil an T-Mobile US reduzierte. Die Softbank hatte ihren US-Mobilfunkkonzern Sprint für 26 Milliarden US-Dollar an die Telekom verkauft.

Softbank einer der großen Telekom-Aktionäre

Softbank wurde dadurch mit einem Anteil von 4,5 Prozent zu einem der größten Telekom-Aktionäre. Softbank-Executive Vice President & COO Marcelo Claure war vor einem Monat nach Bonn zur Telekom gereist und hatte sich überzeugt über positive langfristige Perspektiven der Telekom geäußert. Der derzeitige Aktienkurs sei viel zu niedrig, künftig werde es aufwärts gehen, hatte Claure gesagt.

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In dem Aktientausch zwischen den Konzernen hatte Softbank einen Referenzpreis von 20 Euro pro T-Aktie akzeptiert - ein Kurs, den die Aktie zuletzt Anfang der 2000er Jahre hatte. Im August dieses Jahres war das Wertpapier aber auch bis auf fast 19 Euro gestiegen.

Softbank-Chef Masayoshi Son hatte den eigenen Anteilseignern angesichts hoher Verschuldung durch Fehlinvestitionen vergangenes Jahr versprochen, den Konzern zu verkleinern. Für Aktienrückkäufe und Schuldenabbau sollten Beteiligungen verkauft werden. Nachtrag vom 6. Oktober 2021, 13:11 Uhr

Laut Angaben der Telekom bleiben die Aktien bei Goldman Sachs und werden wegen der Haltefrist nicht verkauft. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.

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