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T-Mobile US: 5G Advanced eigentlich nur gut für "mehr Kapazität bei FWA"

Der Festnetzersatz FWA hat sich überraschend als Verkaufserfolg erwiesen. T-Mobile US will das in 6G -Standards berücksichtigt wissen.
/ Achim Sawall
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Werbung von T-Mobile für FWA in den USA (Bild: T-Mobile US)
Werbung von T-Mobile für FWA in den USA Bild: T-Mobile US

Die Weiterentwicklung 5G Advanced ist in den USA wichtig, um mehr Kapazität für Nutzer von FWA zu bekommen. Das sagte(öffnet im neuen Fenster) Egil Gronstad, Senior Director für Technology Development und Strategy bei T-Mobile US, am 26. Juni 2025 bei der Veranstaltung "Mit 5G Advanced die Zukunft erschließen" von Mobile World Live der Branchenorganisation GSMA. "Wir hören weltweit viel darüber, dass 5G-Netze nicht wirklich erfolgreich sind und keine Anwendungen dafür gefunden wurden. Vielleicht ist FWA eine etwas langweilige Anwendung, aber es ist trotzdem eine wichtige" , erklärte Gronstad.

Die Anwendung ergebe Sinn und ermögliche ein gutes Geschäft: "Mit 5G-Advanced bekommen wir für mehr Nutzer mehr Kapazität auf die Netze."

FWA sei für 5G Advanced als Anwendungsfall nie besonders spezifiziert worden. Gronstad betonte: "Wir wussten, dass das Endgerät stationär ist, sodass man sich keine Sorgen machen muss, dass es sich bewegt. Es wird in die Wand gesteckt und kann größer sein und man hat eine höhere Antenne. In 6G wollen wir von T-Mobile US, dass FWA wirklich als spezielle Anwendung von Mobile Broadband behandelt wird."

Probleme mit Kapazität bei FWA trotz vieler Frequenzen

Der Netzbetreiber erwartet sich so für FWA mehr Effizienz für die Kapazität, bei der Signalisierung, dem Spektrum und bei den Ressourcen im Netzwerk. "Man kann hier viel ausschließen und vereinfachen für Fixed" , sagte Gronstad.

T-Mobile US hatte laut eigenen Aussagen nicht genügend Kapazität für FWA und musste eine Million Kunden auf die Warteliste setzen. Das gab Mike Katz, President für Marketing, Strategie und Produkte, beim Capital Markets Day des Unternehmens am 19. September 2024 in San Francisco bekannt . T-Mobile habe diese Kunden bisher nicht bedienen können, da man nicht genügend freie Kapazitäten im 5G-Netz habe.

T-Mobile US verfügt über Frequenzen bei 600 MHz im Low Band, Mittelfrequenzbänder wie 1900, 1700, 2100 und 2500 MHz und Millimeter-Wave-Frequenzen bei 28 GHz und 39 GHz. Die Low-Band-Frequenzen werden wegen der Abdeckung eher auf dem Land genutzt, die Millimeterwellen im urbanen Bereich, entsprechend der Reichweite. Das 2,5-GHz-Spektrum erhielt T-Mobile im Jahr 2020 mit der 26-Milliarden-Dollar-Übernahme von Sprint.

Viele verschiedene Slices im 5G-SA-Netz

"Dass die Branche bei 5G zuerst auf Non Stand Alone gesetzt hat, war schon irgendwie ein Fehler, der den einfachsten Weg gesucht hat, aber auch den Weg der Faulheit " , räumte Gronstad ein. "Und wir saßen damit fest." Bei 5G NSA werde weiterhin Legacy-Infrastruktur wie der 4G-Core mit Einschränkungen genutzt, um den 5G-Traffic zu managen. Darum seien nicht alle 5G-Features verfügbar, die bei der Einführung versprochen worden seien. Er hoffe, dass das mit 6G anders werde. "Wir wollen echtes 6G von Anfang an, mit allen Features."

T-Mobile habe viele verschiedene Slices im 5G-SA-Netz, doch die meisten davon seien noch nicht kommerziell gestartet. "Bisher sind drei Slices für Kunden kommerziell verfügbar, darunter ein Secury Slice für Einsatzkräfte oder ein Video Slice mit Sony. Aber wir haben Unmengen weiterer Slices mit Partnern entwickelt, etwa für Point of Sale oder Ticketing und Fernsteuerung von Fahrzeugen" , sagte Gronstad. Wenn man zu viele Slices habe, würden diese einander jedoch beeinflussen und könnten priorisierte Dienste einschränken. "Wir müssen das in einem autonomen Netzwerk automatisch steuern" , kündigte er an.


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