T-Mobile: John Legere warnt US-Richter vor Scheitern von Fusion
John Legere, der Chef von T-Mobile in den USA, hat beim wichtigen US-Prozess um die kartellrechtlich umstrittene Fusion der Telekom-Tochter mit dem kleineren Rivalen Sprint vor einem Scheitern des Mega-Deals gewarnt. Sollte die Hochzeit untersagt werden, dürfte dies zu Nachteilen für Kunden führen, sagte Legere am 13. Dezember 2019 bei der Gerichtsverhandlung in New York.
Über ein Dutzend US-Bundesstaaten klagen gegen den über 26 Milliarden Dollar (23,4 Milliarden Euro) schweren Zusammenschluss, der die dritt- und viertgrößten US-Mobilfunkanbieter vereinen soll. Die Kläger fürchten, dass dadurch der Wettbewerb leidet und es zu Preiserhöhungen, Arbeitsplatzabbau und weniger Innovationen kommen wird.
Das zentrale Argument von Legere und den Verteidigern der Fusion ist, dass Sprint alleine ohnehin kaum in der Lage sei, weiter am Markt zu bestehen. Deshalb sei dem Wettbewerb durch ein Verbot nicht geholfen. Im Gegenteil würde dies T-Mobile gegenüber den stärksten Konzernen Verizon und At&T schwächen, was letztlich schlecht für die Kunden sei.
Tatsächlich ist Sprint hoch verschuldet und steckt tief in den roten Zahlen. Richter Victor Marrero zeigte sich dennoch misstrauisch und stellte Legere kritische Fragen. Auch an der Börse nimmt die Skepsis offenbar zu – seit Prozessauftakt am Montag fielen die Aktien von Sprint um rund sechs Prozent, die von T-Mobile um etwa drei Prozent.
Insgesamt 13 Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington wollen den im April 2018 vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile und Sprint verhindern. Das Bündnis stellt sich quer, obwohl die US-Regierung den Milliarden-Deal schon unter Auflagen genehmigt und auch die Branchenaufsicht FCC bereits zugestimmt hat.
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