T-Mobile: 5G im Millimeterspektrum bleibt sehr begrenzt
5G-Mobilfunk im Millimeterwellenspektrum wird nie über eine Abdeckung kleiner Hotspot-Flächen in dicht besiedelten städtischen Umgebungen hinauskommen. Das erklärte Neville Ray, Chief Technology Officer von T-Mobile US, im Blog des Netzwerkbetreibers(öffnet im neuen Fenster) . "Das Millimeterwellenspektrum (mmWave) bietet ein großes Potenzial hinsichtlich Geschwindigkeit und Kapazität, bewegt sich jedoch nicht weit vom Zellstandort weg und dringt überhaupt nicht in Materialien ein."
Das hochfrequente Millimeterspektrum sei dennoch für den 5G-Ausbau von Bedeutung, betonte Ray. Aber echte, wegweisende Innovationen, die 5G vorantreiben, erforderten eine umfassende landesweite Abdeckung. Und das sei nur mit allen Spektrumsbereichen möglich.
Sprint verfüge über wichtige Bänder des 2,5-GHz-Mittelbandspektrums, die ein ausgewogenes Verhältnis von Abdeckung und Kapazität biete und eine nahtlose und sinnvolle 5G-Abdeckung ermögliche. Dieses Spektrum sei "der Schlüssel zu einer idealen Mischung aus Abdeckung und Kapazität für 5G-Netzwerke" . T-Mobile US will Sprint übernehmen. Die Verwendung des Millimeterspektrums dürfte in den USA historische Gründe haben, und eignet sich gut für Fixed Wireless Access, bei der die letzten Meter ins Haus mit Funk überbrückt werden.
In Deutschland experimentieren Anbieter ebenfalls mit Millimeterwellen im 26-GHz-Bereich. So erzielte Telefónica damit bei einem jüngst abgeschlossenen Versuch in Hamburg Übertragungsraten von 1 Gigabit pro Sekunde für sogenannte Fixed-Wireless-Anschlüsse, die einen Festnetzanschluss ersetzen können. Die Technik dazu lieferte der südkoreanische Hersteller Samsung Electronics.
In Deutschland werden seit Mitte März die ersten Frequenzen für 5G versteigert, allerdings nicht im Millimeterspektrum, sondern in den Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz.
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