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Probleme mit t.me-Domain: Telegram-Links funktionieren plötzlich nicht mehr

Unzählige im Netz kursierende Links zu Nutzern, Gruppen und Kanälen auf Telegram sind derzeit kaputt. Die Domain wird nicht mehr aufgelöst.
/ Marc Stöckel
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Eine DNS-Konfigurationsänderung macht unzählige Telegram-Links kaputt. (Bild: pexels.com / Viralyft)
Eine DNS-Konfigurationsänderung macht unzählige Telegram-Links kaputt. Bild: pexels.com / Viralyft

Derzeit gibt es weitreichende Probleme beim Zugriff auf Telegram-Kurzlinks. Ein Klick auf die über die Domain t.me bereitgestellten Links, worüber Anwender normalerweise den Zugang zu Kanälen, Gruppen oder einzelnen Nutzerprofilen teilen können, führt aktuell zu einem DNS-Fehler. Offenbar hat die zuständige Registrierungsstelle den Zugang gesperrt. Ob es sich um eine gezielte Blockade oder einen Fehler handelt, ist unklar.

Wie unter anderem International Cyber Digest in einem X-Beitrag(öffnet im neuen Fenster) schreibt, wurde die t.me-Domain auf den Status Serverhold gesetzt. DNS-Server verschiedener Anbieter lösen die Domain daher nicht mehr auf.

Im Webbrowser der Nutzer erscheint dadurch der Fehler DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN, der auf eine nicht existierende Domain hindeutet. Betroffen ist nur die Kurzdomain t.me. Sowohl die Langform telegram.me als auch die Domain der offiziellen Telegram-Website (telegram.org) funktionieren ohne Einschränkungen.

Hintergründe noch unklar

Der Serverhold-Status für die t.me-Domain wurde wohl am 13. Juli gesetzt. Der Grund dafür ist derzeit noch unklar. Selbst Telegram-Chef Pavel Durov scheint noch keine genaueren Informationen über die Hintergründe zu haben. Er bat die für .me-Domains zuständige Registrierungsstelle um 3:09 Uhr deutscher Zeit auf X(öffnet im neuen Fenster) darum, sich das Problem anzusehen. Bisher hat die Organisation darauf aber noch nicht reagiert.

Intern hat Telegram schon auf das Problem reagiert. Wer innerhalb des Messengers einen Link zu einem Profil, einer Gruppe oder einem Kanal kopiert, findet in der Zwischenablage eine URL vor, die auf die längere Domain telegram.me verweist. Obwohl es sich ebenfalls um eine .me-Domain handelt, scheint diese noch ohne Probleme zu funktionieren.

Durovs Kritik an der EU

Der Telegram-Chef Pavel Durov war vor rund zwei Jahren in Frankreich verhaftet worden. Die französischen Behörden warfen ihm vor, unzureichend mit Strafverfolgern kooperiert zu haben. Später versprach Durov, diesbezüglich nachzubessern.

Kürzlich äußerte sich Durov auf X abfällig zur Abstimmung über die anlasslose Chatkontrolle im EU-Parlament(öffnet im neuen Fenster). Er warf der EU vor, sich dabei Tricks bedient zu haben, "die früher typisch für Bananenrepubliken waren". Ob es einen Zusammenhang zwischen dieser Bemerkung und der Abschaltung der t.me-Domain gibt, ist derzeit noch unklar.


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