Systemd-Diskussion: Debian könnte geforkt werden

Sollte sich das Debian-Projekt in der kommenden Abstimmung nicht gegen Systemd entscheiden, werde Debian geforkt. Das kündigt zumindest eine Gruppe von Entwicklern über eine Webseite an. Ob dies aber tatsächlich passiert, bleibt abzuwarten.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Gruppe von Debian-Nutzern kündigt einen Fork an, sollte Systemd verwendet werden.
Eine Gruppe von Debian-Nutzern kündigt einen Fork an, sollte Systemd verwendet werden. (Bild: http://debianfork.org/)

In einer Art FAQ auf der Seite Debianfork.org beantwortet eine Gruppe, die sich selbst als "Veteran Unix Admins" bezeichnet, die Frage "Sollen wir Debian forken?" folgendermaßen: Eine Abspaltung der Distribution sei notwendig, da sie nicht gezwungen werden wollen, Systemd als Ersatz für das traditionelle Unix Sysvinit zu benutzen. Immerhin verrate Systemd die Unix-Philosophie. Zwar denke die Gruppe auch über moderne Alternativen zu Sysvinit nach, allerdings nicht über jene, die das Design-Prinzip "Mache nur eine Sache und mache sie gut" unterlaufen "mit einer komplexen Sammlung dutzender miteinander eng verbundener Binärdateien und undurchsichtiger Logs".

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Verhindert werden könne ein Fork aber noch, indem für die von Ian Jackson eingebrachte Richtlinie gestimmt wird, die verhindern soll, dass Anwendungen in Debian - außer in begründeten Einzelfällen - Abhängigkeiten zu einem bestimmten Init-System aufweisen. Zudem sollten sich Nutzer dafür einsetzen, dass Sysvinit der Standard bleibe und Systemd optional genutzt werden könne. Die Gruppe bestehe aus Upstream-Entwicklern sowie aus professionellen Systemadministratoren und könne deshalb nicht selbst über die Sache entscheiden.

Aus Sicht der Initiatoren von Debianfork sei "die aktuelle Führung des (Debian-)Projekts stark von Gnome-Entwicklern beeinflusst und zu sehr darauf bedacht, die Bedürfnisse von Desktops als entscheidend für das Projekt anzusehen, trotz des Fakts, dass der Großteil der Debian-Nutzer technikerfahrene Systemadministratoren sind".

Die Beteiligten wollen den Startprozess durch lesbare Shellskripte kontrollieren, da nur diese die notwendige Macht über das System gewähren. Darüber hinaus sei "die Zentralisierung von Kontrolldiensten, Sockets, Geräten, Mounts usw. in einem Daemon ein Schlag ins Gesicht der Unix-Philosophie". Zwar hoffen sie, die Debian-Distribution nicht forken zu müssen, wenn dies aber notwendig werde, seien sie darauf vorbereitet. Es bleibt aber abzuwarten, ob es tatsächlich zu einer Abspaltung kommt und ob die Gruppe, deren Mitglieder nicht öffentlich bekannt sind, dies dauerhaft leisten kann.

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tuxsuisse 22. Okt 2014

Erstens ist der Heimrechner Markt für Entwickler von BS sehr uninteressant, da sich...

arrrghhh.... 22. Okt 2014

Könnt Ihr eure abgehobenen Technikdiskussionen nicht in ein Forum für IT-Profis verlagern?!

arrrghhh.... 22. Okt 2014

"Veteran Unix Admins" benutzen keine orangen Überschriften.

oleid 21. Okt 2014

Aber selbst auf dem FreeBSD-Kernel verwendet Debian doch die GNU-libc. Und meines...

oleid 21. Okt 2014

Klar, die eigenständigen Dämonen (*) laufen im Prinzip - so wie ich das sehe - ohne...



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