Abo
  • Services:

Systemd-Diskussion: Debian könnte geforkt werden

Sollte sich das Debian-Projekt in der kommenden Abstimmung nicht gegen Systemd entscheiden, werde Debian geforkt. Das kündigt zumindest eine Gruppe von Entwicklern über eine Webseite an. Ob dies aber tatsächlich passiert, bleibt abzuwarten.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Gruppe von Debian-Nutzern kündigt einen Fork an, sollte Systemd verwendet werden.
Eine Gruppe von Debian-Nutzern kündigt einen Fork an, sollte Systemd verwendet werden. (Bild: http://debianfork.org/)

In einer Art FAQ auf der Seite Debianfork.org beantwortet eine Gruppe, die sich selbst als "Veteran Unix Admins" bezeichnet, die Frage "Sollen wir Debian forken?" folgendermaßen: Eine Abspaltung der Distribution sei notwendig, da sie nicht gezwungen werden wollen, Systemd als Ersatz für das traditionelle Unix Sysvinit zu benutzen. Immerhin verrate Systemd die Unix-Philosophie. Zwar denke die Gruppe auch über moderne Alternativen zu Sysvinit nach, allerdings nicht über jene, die das Design-Prinzip "Mache nur eine Sache und mache sie gut" unterlaufen "mit einer komplexen Sammlung dutzender miteinander eng verbundener Binärdateien und undurchsichtiger Logs".

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Wilhelmshaven
  2. Robert Bosch GmbH, Reutlingen

Verhindert werden könne ein Fork aber noch, indem für die von Ian Jackson eingebrachte Richtlinie gestimmt wird, die verhindern soll, dass Anwendungen in Debian - außer in begründeten Einzelfällen - Abhängigkeiten zu einem bestimmten Init-System aufweisen. Zudem sollten sich Nutzer dafür einsetzen, dass Sysvinit der Standard bleibe und Systemd optional genutzt werden könne. Die Gruppe bestehe aus Upstream-Entwicklern sowie aus professionellen Systemadministratoren und könne deshalb nicht selbst über die Sache entscheiden.

Aus Sicht der Initiatoren von Debianfork sei "die aktuelle Führung des (Debian-)Projekts stark von Gnome-Entwicklern beeinflusst und zu sehr darauf bedacht, die Bedürfnisse von Desktops als entscheidend für das Projekt anzusehen, trotz des Fakts, dass der Großteil der Debian-Nutzer technikerfahrene Systemadministratoren sind".

Die Beteiligten wollen den Startprozess durch lesbare Shellskripte kontrollieren, da nur diese die notwendige Macht über das System gewähren. Darüber hinaus sei "die Zentralisierung von Kontrolldiensten, Sockets, Geräten, Mounts usw. in einem Daemon ein Schlag ins Gesicht der Unix-Philosophie". Zwar hoffen sie, die Debian-Distribution nicht forken zu müssen, wenn dies aber notwendig werde, seien sie darauf vorbereitet. Es bleibt aber abzuwarten, ob es tatsächlich zu einer Abspaltung kommt und ob die Gruppe, deren Mitglieder nicht öffentlich bekannt sind, dies dauerhaft leisten kann.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 20€ Steam-Guthaben geschenkt bekommen
  2. und 4 Spiele gratis erhalten

tuxsuisse 22. Okt 2014

Erstens ist der Heimrechner Markt für Entwickler von BS sehr uninteressant, da sich...

arrrghhh.... 22. Okt 2014

Könnt Ihr eure abgehobenen Technikdiskussionen nicht in ein Forum für IT-Profis verlagern?!

arrrghhh.... 22. Okt 2014

"Veteran Unix Admins" benutzen keine orangen Überschriften.

oleid 21. Okt 2014

Aber selbst auf dem FreeBSD-Kernel verwendet Debian doch die GNU-libc. Und meines...

oleid 21. Okt 2014

Klar, die eigenständigen Dämonen (*) laufen im Prinzip - so wie ich das sehe - ohne...


Folgen Sie uns
       


Parrot Anafi angesehen

Angucken ja, fliegen nein: Wir waren bei der Vorstellung der neuen Drohne von Parrot dabei.

Parrot Anafi angesehen Video aufrufen
Esa: Sonnensystemforschung ohne Plutonium
Esa
Sonnensystemforschung ohne Plutonium

Forscher der Esa arbeiten an Radioisotopenbatterien, die ohne das knappe und aufwendig herzustellende Plutonium-238 auskommen. Stattdessen soll Americium-241 aus abgebrannten Brennstäben von Kernkraftwerken zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp ist bereits fertig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  2. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder
  3. Raumfahrt China lädt die Welt zur neuen Raumstation ein

Blackberry Key2 im Test: Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen
Blackberry Key2 im Test
Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen

Zwei Hauptkameras, 32 Tasten und viele Probleme: Beim Blackberry Key2 ist vieles besser als beim Keyone, unfertige Software macht dem neuen Tastatur-Smartphone aber zu schaffen. Im Testbericht verraten wir, was uns gut und was uns gar nicht gefallen hat.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Blackberry Key2 im Hands On Smartphone bringt verbesserte Tastatur und eine Dual-Kamera
  2. Blackberry Motion im Test Langläufer ohne Glanz

VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  2. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge
  3. VR-Brillen Google experimentiert mit Lichtfeldfotografie

    •  /