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Sysadmin: "Man kommt erst ins Spiel, wenn es brennt"

Wer als Sysadmin für Tausende Rechner verantwortlich ist, braucht vor allem drei Dinge: Leidenschaft. Selbstdisziplin. Und Gelassenheit. Nicht viele bringen all diese Voraussetzungen mit. Manche, wie Samuel Poschmann, sind dafür geschaffen.

Artikel von Maja Hoock veröffentlicht am
Sysadmins sind oft eine Art Feuerwehr.
Sysadmins sind oft eine Art Feuerwehr. (Bild: PATRICIA DE MELO MOREIRA/AFP/Getty Images)

Als Samuel Poschmann* vor zehn Jahren seinen ersten Tag als Azubi bei einem großen Internetdienstanbieter antrat, wurde ihm klar, dass er von nun an Geld für sein Hobby bekommen würde: "Ich sah nur Computer an Computer an Computer. Technik faszinierte mich am meisten im Leben und das war die größte Menge, die ich mir vorstellen konnte, eine riesige Spielwiese. Und es war plötzlich meine Aufgabe Dinge zu erfinden, damit sich diese Spielwiese leichter bedienen lässt", erinnert er sich.

Als Kind hatte sich der Sohn eines Elektrotechnikers auf Schrottplätzen mit den Mitarbeitern angefreundet, um kistenweise ausrangierte Computer und Konsolen zum Basteln mit nach Hause nehmen zu dürfen. Mit 23 Jahren hatte er gerade sein Elektrotechnik-Studium abgebrochen - "wie es für einen guten Sysadmin üblich ist", sagt er und lacht - und wollte lieber wieder selbst schrauben.

So stand der angehende Informatiktechniker vor Reihen an Computern und durfte zum Einsatz bringen, was er sich als Kind mit den Rechnern vom Schrottplatz angeeignet hatte. Er suchte in jungen Jahren nach Fehlerquellen bei RAM-Defekten und reparierte Festplatten. Dass er die meisten Zusammenhänge dadurch schon kannte, habe ihm bei der Ausbildung enorm geholfen, sagt er. Generell sei das enorme persönliche Interesse die Grundlage dafür, mit dem Druck in seinem Job umgehen zu können.

Tausende Rechner am Laufen halten

Der Online-Dienstleister, für den Poschmann arbeitet, betreibt ein sehr großes Rechenzentrum im deutschsprachigen Raum, vermietet Serverhardware und bietet DNS, DHCP, Mail- und Webhosting-Services an. Große Kunden wie einige DAX-Konzerne haben Testumgebungen und Websites auf den Servern und sollen sich im Idealfall um nichts weiter kümmern müssen.

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Samuel Poschmann ist als Systemadministrator für drei große Hallen mit vielen Tausend Rechnern zuständig, die er mit seinem Team betreut. Um von einem Ende zum anderen zu gelangen, läuft er um die zwanzig Minuten. Mittlerweile weiß er, wo sich die Infrastruktur für welchen Kunden befindet. Um sich bei all den Rechnern zu orientieren, half ihm ein System, das ähnlich wie Postleitzahlen in Verbindung mit Straßennamen und Anschriften funktioniert. Auch die Anordnung von Sicherungskästen half ihm, sich zurechtzufinden.

Früher verbrachte der 33-Jährige freiwillig mehr Zeit im Rechenzentrum als notwendig, weil es ihm dort so gut gefiel. Mittlerweile ist er Teamleiter und seine Aufgaben sind andere geworden: Er kümmert sich um die strategische Planung und organisiert Mitarbeiter, die vor Ort in die Hallen geschickt werden, um dort die Rechner am Laufen zu halten. Außerdem organisiert er die interne Infrastruktur, Mail-Dienste, Hardware-Verwaltung, Rechenprogramme oder auch Schnittstellen zum Steuerberater.

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Der Druck wächst, wenn ein Kollege auf einen schwarzen Bildschirm starrt 
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sebastilahn 09. Aug 2019

Doch können sie, bei uns ist das der Fall. Wir müssen das sogar machen, weil sonst...

0110101111010001 07. Aug 2019

ah stimmt - so schwer ist der Job dann ja doch nich....

sambache 06. Aug 2019

So alt ist der Festplatten-Reparierer also nicht. Hat man da nicht nach ein paar...

heikom36 31. Jul 2019

Admin - es gibt so viele davon. Der eine administriet den Rechnerpark Der andere...

heikom36 31. Jul 2019

Mit den Routern könnte man ja auch den Kabelnetzbetreiber als Beispiel nennen. Die haben...


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