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Nie wirklich Feierabend

Einmal im Monat hat Samuel Poschmann eine Woche lang Bereitschaft und muss auch nachts und am Wochenende erreichbar sein. Dann hat er immer seinen Laptop dabei, egal wo er hingeht. Schon öfter hat ihn ein Notfall erreicht, als er unterwegs war: "Ich warte während meiner Bereitschaft aus statistischen Gründen nicht zu Hause am Schreibtisch darauf, dass etwas passiert, sondern habe lieber meinen Laptop überall dabei", sagt er.

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Wichtig ist dabei vor allem eine gute Internetverbindung, weshalb er immer mobile Ladegeräte und SIM-Karten aller Anbieter für seinen Surfstick dabei hat. Falls ein Anbieter schlechte Netzabdeckung hat, nutzt er einen anderen. So erreichen ihn schon mal auf einer Waldwanderung Hilferufe der Kollegen aus dem Rechenzentrum: "Ich habe mir einfach eine Bank gesucht, den Laptop aufgeklappt und schnell herausgefunden, dass das Netzteil des Servers defekt war. In dem Fall konnte ich das Problem in einer halben Stunde beheben."

Aber auch wenn er keine Bereitschaft hat: Wirklich Feierabend macht der Techniker selten.

Wie als kleiner Junge macht Poschmann auch heute nichts lieber, als zu schrauben und zu basteln und sucht sich immer neue Technikprojekte. Gerade programmiert er etwa mit seinen Freunden die Prozesssteuerung für eine Pool-Anlage, die Pumpen, Sensoren und das Chlor regelt. Und sogar im Traum arbeitet er weiter an Problemen: "Es kommt vor, dass ich nachts aufwache und die perfekte Lösung im Kopf habe. Dann muss ich sie sofort abtippen, damit ich sie bis zum Morgen nicht wieder vergesse."

Nach der Arbeit und an den Wochenenden richtet er Freunden und Familienmitgliedern Internet und Webcams ein. "Irgendwann hängt man da drin und kommt nicht mehr raus", sagt er. "Das ist symptomatisch bei uns Sysadmins; man wird für alle zum Löser für alle Probleme, die im weitesten Sinne etwas mit Technik zu tun haben. Ich habe noch keine Möglichkeit gefunden, dem auszuweichen." Auszumachen scheint es ihm aber nichts.

* Da der Betreiber der Rechenzentren zahlreiche bekannte Großkunden betreut, musste Golem.de ihn und den porträtierten Systemadministrator als Bedingung für den Artikel anonymisieren.

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sebastilahn 09. Aug 2019

Doch können sie, bei uns ist das der Fall. Wir müssen das sogar machen, weil sonst...

0110101111010001 07. Aug 2019

ah stimmt - so schwer ist der Job dann ja doch nich....

sambache 06. Aug 2019

So alt ist der Festplatten-Reparierer also nicht. Hat man da nicht nach ein paar...

heikom36 31. Jul 2019

Admin - es gibt so viele davon. Der eine administriet den Rechnerpark Der andere...

heikom36 31. Jul 2019

Mit den Routern könnte man ja auch den Kabelnetzbetreiber als Beispiel nennen. Die haben...


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