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Der Druck wächst, wenn ein Kollege auf einen schwarzen Bildschirm starrt

Dazu sitzt er mit zwei Kollegen und einem Auszubildenden in einem Büro. "So habe ich wenigstens ein bisschen soziale Interaktion", sagt er und lacht, denn ihm ist das Klischee des zurückgezogenen Sysadmins durchaus bewusst, das er verkörpert. Er trägt eine runde Brille mit Metallgestell, schwarze Cargo-Hosen mit T-Shirt und einen wallenden dunklen Ziegenbart zu einer raspelkurzen Frisur. Meistens arbeitet er still an seinem Arbeitsplatz Projekte ab und verlässt sein Büro nur selten.

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Seine Tätigkeit erklärt er so: "In der Regel machen wir nichts anderes, als man es zu Hause auch macht. Man braucht verkürzt gesagt Internet, Computer und Netzwerkkomponenten wie Router und Switches. Die größte Herausforderung ist, das auf die Größe von unseren Rechenzentren zu skalieren. Wir haben nämlich nicht eine Fritzbox, sondern die professionelle Version davon und mehrere Tausend Stück."

Das Ganze am Laufen zu halten, ist seine Aufgabe. Dazu gehört auch, Updates auf 5.000 Rechner zu spielen: "Ein Software-Update zu Hause dauert zwei Minuten. Bei 5.000 Routern kann das Monate dauern. Ich bin dafür da, solche Prozesse zu optimieren."

Immer wieder muss Poschmann dazu eigene Lösungen programmieren und Software im DevOps-Bereich entwickeln, wozu er und sein Team am liebsten die Programmiersprache Ruby, Bash für kleinere Automatisierungsaufgaben, sowie Rust oder Go und Open-Source-Lösungen verwenden.

Have you tried turning it off and on again?

Außerdem können Kollegen aus dem Rechenzentrum den Systemadministrator über eine Hotline erreichen, wenn sie technische Probleme haben. Die klassische Frage, ob schon ein Neustart probiert wurde, muss er dabei nur ganz selten stellen: "Dafür ist IT inzwischen zu sehr im Alltag angekommen", sagt er. "AEG, also 'Ausschalten, Einschalten, Geht' ist in der Regel das Erste, was probiert wird."

Die häufigste Anfrage dreht sich um den VPN-Zugang, wenn Mitarbeiter von außerhalb arbeiten wollen. Poschmann hilft ihnen beim Einrichten und unterstützt sie bei Windows-Problemen, dem Einrichten von E-Mail-Konten oder wenn ihr Laptop nicht mehr funktioniert. Dabei steigt der Druck auf den Techniker enorm. "Es ist immer wieder eine große Herausforderung", sagt Poschmann. "In den seltensten Fällen kommt man sofort auf die Lösung. Meistens muss man tiefer graben und Debugging betreiben. Wenn ein Kollege in der Zeit nicht arbeiten kann und auf den schwarzen Bildschirm starrt, baut das einen ziemlichen Druck auf."

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 Sysadmin: "Man kommt erst ins Spiel, wenn es brennt"Sich selbst zu Pausen zwingen 
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sebastilahn 09. Aug 2019

Doch können sie, bei uns ist das der Fall. Wir müssen das sogar machen, weil sonst...

0110101111010001 07. Aug 2019

ah stimmt - so schwer ist der Job dann ja doch nich....

sambache 06. Aug 2019

So alt ist der Festplatten-Reparierer also nicht. Hat man da nicht nach ein paar...

heikom36 31. Jul 2019

Admin - es gibt so viele davon. Der eine administriet den Rechnerpark Der andere...

heikom36 31. Jul 2019

Mit den Routern könnte man ja auch den Kabelnetzbetreiber als Beispiel nennen. Die haben...


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