Es passte auch im Team überhaupt nicht
Später ließ mich dann einer der übergeordneten Chefs durch die Blume wissen, ich sei sozial inkompetent, er habe Beschwerden über mich aus dem Team gehört. Welche, sagte er mir leider nicht – das sei "nicht wichtig". Für mich wäre es aber wichtig gewesen. Es gab sicherlich Situationen, in denen ich mich nicht gut verhalten habe, ohne es zu merken. Die hätte ich gerne im Nachhinein reflektiert und die Situation mit der betreffenden Person geklärt. Rückblickend denke ich, die wollten gar nichts geklärt haben, sondern mich einfach loswerden.
Das war vielleicht auch besser so, denn ich war genervt, besonders von einer Kollegin, die sich um alles kümmern musste, egal ob sie dafür zuständig war oder nicht. So kam es zu einer skurrilen Situation in der Küche vor einem Meeting der wichtigen IT-Herrschaften. Die IT-Teamassistenz hatte soeben Tassen, Unterteller und Gebäckteller bereitgestellt und war in dem Meetingraum gegangen, um noch Weiteres vorzubereiten – da huschte besagte Kollegin in die Küche und begann, alles wieder einzuräumen!
Sie nahm an, jemand habe mal wieder sein Geschirr stehen lassen – und sie sei dafür zuständig, es zu verstauen. Die Team-Assistentin war bei ihrer Rückkehr wenig erfreut: "Welcher Depp hat denn jetzt das Geschirr aufgeräumt?" Ich verfolgte das Ganze von meinem Platz am Kaffeeautomaten aus, ohne mich einzumischen – ich war nicht in der Stimmung für Deeskalation.
Niemand hatte Ahnung von IT
Ich verließ auch diesen Job, diesmal freiwillig. Der Umgangston war einfach nichts für mich. Ich hatte dann noch einen dritten Job, in dem ich eigentlich ganz zufrieden war. Es gab aber auch da einen Haken. Mein Vorgänger hatte gekündigt und schnell wurde mir klar, warum: Niemand in der Firma hatte Ahnung von IT.
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Bei einem Kunden überhitzten ständig die WLAN-Router. Man entschied sich dazu, einen kleinen USB-Lüfter für die Kühlung einzusetzen und diesen an das Netzkabel des Routers anzulöten. Ich fragte, ob es nicht einfacher und vermutlich auch sicherer wäre, den Lüfter am freien USB-Port der Router zu betreiben. Zu meiner Verwunderung wurde die Idee dankend angenommen und kommentiert, dass man darüber noch nie nachgedacht habe.
Ab da ging es dann glücklicherweise aufwärts in meinem Berufsleben. Ich hatte nach diesen Erfahrungen einfach ein besseres Händchen bei der Auswahl der Arbeitgeber. Ich weiß jetzt genau, unter welchen Bedingungen ich nicht mehr arbeiten will und kann meist schon im Vorstellungsgespräch riechen, wenn etwas in der Firma nicht passt.
Zum Sysadmin Day sagen wir Danke an alle Admins, die Tag für Tag sicherstellen, dass Netzwerke laufen, Server erreichbar sind und Probleme gelöst werden, bevor sie überhaupt jemand bemerkt. Welche IT-Jobs aus der Hölle habt ihr erlebt? Erzählt uns eure frustrierendsten oder absurdesten Geschichten aus dem Arbeitsalltag – wir veröffentlichen eine Auswahl in einem Folgeartikel.


