Nichts ist so schön wie ein stabiles, sicheres System
Wenn man es am Ende dieser langen Liste von Aufgaben geschafft hat, ein stabiles, gut abgesichertes, gut gekühltes und mit einem regelmäßigen Backup versorgtes Hochleistungssystem im Serverraum blinken zu sehen, ist das aber einfach ein schönes Gefühl. Es entschädigt für alle Mühen, den Papierkram, die Schwierigkeiten und die vielen Überstunden, die man investiert hat.
Auf Lob aus der Chefetage muss man nicht warten. Das kommt meist von den zufriedenen Entwicklern, Forschern und Studenten, die sich – zumindest ab und an – begeistert bedanken und sagen, wie viel schneller ihr Script nun durchgelaufen sei und dass sie schon das nächste Experiment hätten starten können oder ihre Deadline einhalten.
Ein Helfer-Syndrom bringt viel bei der Arbeit eines Sysadmin. Denn wenn vor Deadlines von Publikationen oder Demos alle zehn Minuten das Telefon klingelt und ständig neue Messenger-Nachrichten aufpoppen, kann das schnell überfordern.
Ruhe bewahren zu können und strukturiert zu arbeiten, ist eine der wichtigsten Eigenschaften für diesen Beruf. Es gibt Tage mit 14 oder 15 Stunden – und keiner garantiert, dass der Feierabend mit einem Erfolgserlebnis endet. Wenn man sich dann aber vergegenwärtigt, dass ein paar Hundert Mitarbeiter auf diesen einen Dienst gerade dringend angewiesen sind, hilft das der Motivation ungemein.
Ebenfalls unabdingbar, wenn nicht gar überlebenswichtig: Humor. Sysadmin ist zweifelsohne einer der stressigsten Berufe überhaupt. Wer nicht mit einer positiven Grundeinstellung an Situationen und Probleme herangeht, verpasst womöglich sehr viele unterhaltsame Momente und macht sich das Leben unnötig schwer.
"Hilfe, ich habe das Internet gelöscht!"
Tatsächlich bekommt man oft sehr viele "unterhaltsame" oder missverständliche Tickets, Mails und Nachrichten. Ich erinnere mich zum Beispiel an eine panische Mail, in der von einem Mitarbeiter behauptet wurde, er habe das Internet aus Versehen gelöscht! Am Ende war es nur der Desktop-Link des Internet Explorers, der gelöscht wurde.
Es gibt so viele skurrile Begebenheiten im Sysadmin-Alltag, dass sogar eine Serie dazu gemacht wurde. In The IT Crowd sind viele alltägliche Situationen natürlich überzeichnet, im Kern stellen sie aber sehr oft die Realität in einigen IT-Abteilungen dar. Die Serie ist auch für Nicht-Itler ganz unterhaltsam. Für den etwas dunkleren Humor sei der berühmt-berüchtigte BOFH von Simon Travaglia erwähnt, auch Dilbert-Comics machen gute Laune.
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