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Auf der Suche nach dem Admin, der alles kann

Während meiner dreijährigen Ausbildung lernte ich also das Ohmsche Gesetz, das OSI-Schichtenmodell und undankbare Kollegen kennen. Wenn mich das nicht auf den Alltag als Vollzeit-Systemadministrator vorbereitet, was dann? Die Antwort: Leidenschaft für diesen Beruf. Viele Systemadministratoren können nicht nur acht Stunden arbeiten und dann in den Feierabend gehen. Sie müssen sich selbst in Themen einarbeiten. Ein Admin ist oft Experte für alle unternehmensrelevanten Themen in der IT und baut nicht nur schnöde Rechner zusammen.

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Und das ist sinnstiftend und macht Freude: Wenn ich einen Fehler nach langem Suchen beheben und damit einem Mitarbeiter helfen konnte, erachtete ich meinen Beruf als wichtig und notwendig. Aber auch komplexe Aufgaben, etwa ganze Räume mit neuer Hardware und Netzwerk zu versorgen, waren ein Highlight. In meinem Abschlussprojekt musste ich beispielsweise eine Client-Server-Umgebung mit zwölf Rechnern, einem Server und strukturierter Netzwerkverkabelung von Grund auf einrichten. Das bedeutete: Teile kaufen, zusammenbauen, installieren, konfigurieren. Dieser Wechsel zwischen handwerklicher Arbeit und Planung ist etwas, was diesen Beruf abwechslungsreich und spannend macht.

Diverse Stellenausschreibungen, die ich nach meiner Ausbildung durchsuchte, forderten gerade diese fast schon fanatische Hingabe für IT. Ich hatte frisch angefangen, den Studiengang "Angewandte Informatik" zu belegen, und brauchte einen Nebenjob. Doch weiterhin als Systemadministrator zu arbeiten, war leichter gesagt als getan. Selbst Werkstudenten brauchen Kenntnisse in möglichst allen Belangen.

"Du hast sehr gute Kenntnisse in Linux, DNS, DHCP, Samba und Python und kannst am besten schon Projekte vorweisen. Du kennst dich auch in Windows Server, Active Directory, Hyper-V und SCCM aus. Du bist erfahren im Troubleshooting auf MacOS-Geräten. Du kennst dich in Datenbanksystemen wie MS Access, MySQL und Mongodb aus. Du kannst Erfahrung im Scripting mit Visual Basic und Bash vorweisen. Dann ist das der Job für dich. Wir bieten auch kostenlosen Kaffee."

Die Berufsschulen schlafen

Von Englischkenntnissen auf Muttersprachlerniveau in Wort und Schrift mal ganz abgesehen, stellen Arbeitgeber oft absurde Anforderungen an ihre Administratoren. Als Einsteiger habe ich es da nicht leicht. In meiner Ausbildung wurden all diese Dinge gar nicht oder nur teilweise behandelt. Gut, dass ich Breaking Bad, Game of Thrones und Mass Effect seit jeher im Originalton genieße und daher im Englischen halbwegs firm bin!

Doch sollte eine Ausbildung das Wichtigste für den Beruf vermitteln. Anscheinend haben Berufsschulen das noch nicht begriffen. Meine Schule hatte von dem Begriff "Cloud" offenbar noch nie etwas gehört. Stattdessen gab es ein wenig strukturierte Verkabelung gemischt mit viel OSI-Schichtenmodell und der elektronischen Funktionsweise eines Transistors. Immerhin: Mittlerweile wird diese mysteriöse Cloud in den Lehrplan für Azubis aufgenommen. Gehört habe ich das im Jahr 2016.

 Sysadmin Day 2017: Zum Admin-Sein fehlen mir die SuperkräfteWenns nicht klappt: Hängt den Admin! 
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bionade24 31. Dez 2017

Also meiner Meinung nach sind die Anforderungen nicht wirklich hoch, schon mit meinen 15...

Neuro-Chef 03. Dez 2017

Unter anderem deshalb studiere ich jetzt (und nutze die so gewonnene Freizeit auch, um...

iPlayZonTwitch 10. Aug 2017

Es ist nun mal Fakt das 99% aller Menschen auf der Welt nicht mal wissen wie ein CPU...

Kelran 09. Aug 2017

Die Aufstellung unterschreibe ich :-). Als Ergänzung von meiner Seite noch: Methodisches...


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