Syrien-Konflikt: Webseite der Nachrichtenagentur Reuters gehackt

Ein gefälschtes Interview mit einem Kommandeur der Freien Syrischen Armee und Berichte über chemische Waffen: Unbekannte haben ein Blog der britischen Nachrichtenagentur Reuters gehackt.

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Logo von Reuters im Londoner Hauptgebäude
Logo von Reuters im Londoner Hauptgebäude (Bild: Toby Melville / Reuters)

Die Nachrichtenagentur Reuters aus London meldet, dass Unbekannte ihr Blog gehackt und dann eine Reihe von Falschmeldungen veröffentlicht haben. Dabei hatte es sich unter anderem um ein Interview mit Oberst Riad al-Assaad, einem Kommandeur der Freien Syrischen Armee (FSA), sowie um einen Bericht über den Kauf von chemischen Waffen durch die Rebellen gehandelt, schreibt die Agentur. "Reuters hat kein derartiges Interview geführt und die Veröffentlichung wurde gelöscht", so das Unternehmen am Freitag über Twitter.

Der Verdacht liegt nahe, dass Anhänger des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad die Nachrichten veröffentlicht haben, um ihre Gegner in der Weltöffentlichkeit schlecht aussehen zu lassen. Sicher ist das aber nicht - auch die Gegner von Assad könnten zu einem derartigen Propagandatrick gegriffen haben.

Nachtrag vom 6. August 2012, 9.30Uhr

Kurz nach dem Hack des Journalisten-Blogs von Reuters wurde auch ein Twitter-Account der Nachrichtenagentur von Unbekannten übernommen. Das Nutzerkonto Reuters Tech wurde zeitweise umbenannt. Statt Meldungen über Hardware, Software und die IT-Welt sind dort gefälschte News über den Krieg in Syrien zu lesen. Zumindest dem Anschein nach scheinen die Hacker aus dem Lager des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu stammen. Der Account ist seit gut einem Tagen stillgelegt, laut Cnet.com wird der Vorgang untersucht.

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