Synthetische Selbstporträts: Apple will Gruppen-Selfies zeitversetzt aufnehmen

Um Gruppenaufnahmen einfacher als bisher zu realisieren, schlägt Apple vor, diese gar nicht mehr mit mehreren Personen gleichzeitig aufzunehmen sondern nacheinander. Das iPhone übernimmt das Zusammenrechnen zu einem Bild.

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So funktionieren Gruppen-Selfies bisher.
So funktionieren Gruppen-Selfies bisher. (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Selfies lassen sich einfach kontrollieren, weil der Porträtierte gleichzeitig der Fotograf ist. Bei Gruppenaufnahmen wird das Unterfangen deutlich schwieriger, weil alle Teilnehmer angehalten werden müssen, gleichzeitig in die Kamera zu schauen. Zudem gibt es oft Schwierigkeiten, alle Personen so aufzustellen, dass sie zur Geltung kommen. Apple will sich dieses Problems annehmen und hat eine Art synthetisches Selfie entwickelt, das als Erweiterung der Foto-App genutzt werden könnte. Dabei müssen die Porträtierten nicht einmal zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein, heißt es in einer Patentanmeldung des Unternehmens, die in den USA veröffentlicht wurde.

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Die Patentschrift mit dem Titel Generating Synthetic Group Selfies also etwa Generierung von synthetischen Gruppen-Selfies beschreibt ein System, bei dem mehrere mobile Geräte verwendet werden, um die Personen aufzunehmen. Das erlaubt es jedem Teilnehmer sich so aufzunehmen, wie es ihm gefällt.

Und so funktioniert Apples System: Ein Nutzer verschickt eine Einladung für ein Gruppen-Selfie an seine Freunde, jeder, der will, nimmt sein Selbstportrait auf, das dann automatisch an den Einladenden geschickt wird. Im Hintergrund findet eine Freistellung der Motive ähnlich wie bei der Portraitfunktion in iOS statt. Die Aufnahmen können dann so miteinander verschmolzen werden, dass es so aussieht, als stünden die Teilnehmer neben- und hintereinander. Der Nutzer kann selbst bestimmen, wo welche Personen stehen und welcher Hintergrund verwendet wird. Das Resultat wird mit der Gruppe auf Wunsch geteilt.

Ob die Erfindung vom US-Patent- und Markenamt anerkannt wird und in iOS Eingang findet, ist nicht absehbar. Eine Vielzahl von Patenten wird nie realisiert, sondern dient letztlich nur dazu, der Konkurrenz bestimmte Lösungswege zu verbauen.

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