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Synologys aktuelle NAS-Systeme sind zu langsam für Time Backup
Synologys aktuelle NAS-Systeme sind zu langsam für Time Backup (Bild: Synology)

Synology: Time Backup mit nur 2 MByte/s

Synologys aktuelle NAS-Systeme sind zu langsam für Time Backup
Synologys aktuelle NAS-Systeme sind zu langsam für Time Backup (Bild: Synology)

Synologys NAS-Systeme können seit geraumer Zeit ein Time-Machine-ähnliches Backup selbst machen. Die Firma bewirbt die Funktion auch für Geschäftskunden, obwohl die Datenraten über das Netz unzureichend sind, wie ein Test von uns ergibt.

Synologys aktuelle NAS-Systeme sind für die Time-Backup-Funktion zu langsam, wenn die Backups auf eine entfernte Maschine transferiert werden sollen. Time Backup ähnelt in der Funktion Apples Time Machine und sichert stündlich nur die Unterschiede weg. Zudem sorgt eine optionale Smart-Recycle-Funktion dafür, dass die Backupdaten gering bleiben. Beispielsweise behält das System nur für die letzten 24 Stunden die stündlichen Backups und dann für einen Monat jeweils die täglichen Backupsets. Nach einem Monat gibt es jeweils wöchentliche Backupsets. Doch über das Netzwerk ist die Time-Backup-Funktion nicht brauchbar.

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Golem.de konnte das Problem mit einer Rackstation nachvollziehen, und wir sind nicht alleine, wie ein Blick ins Supportforum zeigt. Die Antworten von Synology sind dabei eher unbefriedigend. Der Grundtenor ist, dass das Folgende normalem Verhalten entspricht:

Ein Time Backup von einer RS212-Rackstation (RAID 1, befüllt mit rund 1 TByte an Daten) auf ein RS812-Modell (JBOD) sicherte Daten im Idealfall während eines Tests mit 1,6 MByte/s. Es war jeweils die aktuelle Firmware installiert. Die CPU-Auslastung der RS212 blieb dabei konstant im Bereich von über 95 Prozent. Der Marvell Kirkwood mv6282 der RS212 ist mit seinen 1,6 GHz mit der Aufgabe überfordert. Das liegt daran, dass im Time-Backup SSH-Tunnel verwendet werden. Die CPU-Auslastung des RS812-Modells bleibt im normalen Bereich.

In der Theorie hätte die RS212 innerhalb eines halben Tages vollständig gesichert sein müssen. In der Praxis war die RS212 aber selbst nach drei Tagen nicht in der Lage, mehr als 100 GByte der Daten zu sichern. Das RS212-System sollte alle 4 Stunden ein Backup starten und war damit so überfordert, dass auch ein komplettes Backup nicht gelang. Am Ende fanden sich auf dem Zielsystem zahlreiche unvollständige Backupsets.

Das System hat zwar noch genug Zeit, um die Oberfläche zu rendern und Nutzereingaben zu erfassen, allerdings hat ein mit Time Backup beschäftigtes NAS in anderen Bereichen Probleme. Durch die hohe CPU-Auslastung werden auch von außen Datentransfers massiv eingeschränkt. Die Datenraten sinken auf 3,5 MByte/s. Normalerweise schaffen Synologys NAS-Systeme mit DSM 4.0 Datenraten zwischen 70 und 100 MByte/s, was uns ohne Time Backup auch gelingt. Erfahrungsberichte anderer Anwender zeigen, dass selbst die schnelleren NAS-Systeme mit Intels Dual-Core-Atom mit dem Time Backup überfordert sind. Die Datenrate der Backup-Lösung steigt dann auf 3,5 MByte/s. Zudem benötigt die Berechnung der Unterschiede zwischen zwei Backup-Jobs trotzdem viel Zeit.

Stündliche Backups auf NAS-Systemen wie diese sind damit möglich, wenn der Anwender nur wenige 100 MByte an Daten auf dem NAS sichert. In der Regel kauft sich ein Anwender ein solches Gerät aber nur, wenn er tatsächlich viele Daten unterbringen will.

Time Backup ist eine offizielle Synology-App und wird auf der Webseite auch als Backuplösung für Unternehmen beworben.

Die Time-Backup-Funktion ist damit derzeit für Synology-NAS-Systeme nicht empfehlenswert. Wer unbedingt auf eine weitere Maschine über das Netzwerk sichern will, muss dann zum normalen Netzwerk-Backup greifen. Dann sind immerhin Datenraten von 20 MByte/s möglich und die CPU-Auslastung bleibt zumindest in unserem Fall etwas oberhalb von 50 Prozent. Damit sind noch Reserven für den Zugriff von außen möglich.

Möglicherweise wird Synology das Problem nur mit einer neuen Hardwaregeneration lösen können. Die kommende 13er Generation besitzt eine hardwarebeschleunigte Verschlüsselungsfunktion. Eines der ersten Geräte der neuen Generation wird die Diskstation DS413 sein.


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SoniX 10. Jul 2012

Ein weiser Mann :-)

SoniX 10. Jul 2012

Nagut. Jeder wie er will. ...und frickelt rum. Womöglich noch auf irgendeinem alten...

SaSi 10. Jul 2012

was soll das eigentlich für einen sinn haben bei mehreren clients je ein stündliches...

Raumzeitkrümmer 10. Jul 2012

Man hat ein Datenpool, wo alle physikalischen Daten "einmal" abgelegt sind. Dann braucht...

xri12 10. Jul 2012

Also ich nutze die kleinen 2Bay-Versionen von Synology jetzt schon seit langem und bin...



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