Synology RS214: Kurzes Rack-NAS mit USB 3.0 für den kleinen Netzwerkschrank

Synology plant bald ein weiteres NAS-System für kleine Netzwerkschränke. Die Rackstation RS214 ist der Nachfolger der RS212 und gehört damit zu den ersten Modellen der 2014er Generation. Der Vorteil der RS212 und der RS214 ist nicht unbedingt der Funktionsumfang, sondern eher die Bauform. Mit einer Bautiefe von 12 Zoll (circa 30 cm) und einer 19-Zoll-Höheneinheit passt dieses NAS-System in sehr viele Netzwerkschränke, die sich für die heimische Wandmontage eignen. In der Regel wird für ein Rack-NAS-System eine Einbautiefe von 45 bis 50 cm benötigt, und das schließt den Kabelweg an der Rückseite noch nicht einmal ein. Dank des geringen Gewichts von etwas über 3 kg und der Bautiefe genügt eine Befestigung vorne am Rack.


Gegenüber dem Vorgänger hat Synology das Design überarbeitet. Die beiden Netzwerkschnittstellen liegen nun hinten im Gehäuse, was bei kleinen Netzwerkschränken durchaus Nachteile haben kann, da der Kabelweg hinten hinzugerechnet werden muss. Andererseits wird es im Schrank dadurch etwas ordentlicher. Die beiden Gigabit-Ethernet-Schnittstellen können per LACP zusammengeschaltet oder als Failover verwendet werden. Ausnutzen kann das System zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen jedoch nicht. Als Schreibwerte gibt Synology maximal 70 MByte/s an. Lesend sind es 100 MByte/s. Laut Synology beherrscht das System Wake on LAN. Der Vorgänger konnte noch nicht über die Ferne aufgeweckt werden.
USB 3.0 an der Rückseite
Neu sind die beiden USB-3-Buchsen an der Rückseite. Daneben befinden sich eine eSATA-Buchse sowie ein serieller Anschluss für die Konsole. Die USB-Buchsen an der Frontseite beherrschen nur das langsame USB 2.0. Wer häufiger Festplatten anschließen muss, sollte also lieber ein Kabel nach vorne legen. Der Arbeitsspeicher wurde von 256 auf nun 512 MByte verdoppelt. Für das Betriebssystem Disk Station Manager, das kürzlich in der Version DSM 4.3 erschienen ist , sind 256 MByte etwas knapp.
Das Betriebssystem bestimmt, was das NAS-System beherrscht. Allerdings schränkt die Hardware die Nutzung stark ein. Die Rackstation RS214 hat nur zwei Einschübe für 3,5-Zoll-Festplatten und kann so höchstens 8 TByte Speicher verwalten. Als RAID-Modi bieten sich die Level 0 und 1 sowie JBOD an. Wie gehabt lässt sich das System mit einigen Apps um weitere Funktionen erweitern. So gibt es etwa einen DHCP-Server, einen Medien-Server, auch für iTunes und das Time Backup. Letzteres ist vergleichbar mit Apples Backupsystem Time Machine und wird für Backups von einem zum anderen NAS verwendet. Sysnologys RS214 eignet sich auch als Ziel für Time-Machine-Backups. Für Windows-Rechner gibt es eine eigene Backup-Software.
Zur CPU liegen noch kaum offizielle Angaben vor. Die Taktfrequenz soll von 1,6 auf 1,2 GHz gesunken sein. Allerdings wird anscheinend eine andere CPU verbaut. Ein älterer Wiki-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) bei Synology lässt darauf schließen, dass ein Marvell Armada 370 verwendet wird. Die Daten sind jedoch noch nicht bestätigt. Der Vorgänger nutzte ein mv6282-SoC, der sehr langsam ist. Beim Testen der Time-Backup-Funktion erreichten wir so niedrige Werte , dass die Funktion in der Praxis nicht einsetzbar war.
Wann das NAS-System auf den Markt kommen wird, ist noch nicht bekannt. Bis auf das bereits veröffentlichte Datenblatt(öffnet im neuen Fenster) wurde das System auf der Homepage von Synology nicht weiter angekündigt. Auch der Preis wurde noch nicht angegeben. Erste Händler listen das Gerät bereits für Preise um die 450 Euro. Der Vorgänger RS212 liegt als Leergehäuse bei etwa 400 Euro.