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Syng gegen Homepod: Frühere Apple-Ingenieure planen revolutionären Lautsprecher

Bald könnte es neue Konkurrenz für Sonos und den Homepod geben: Ehemalige Apple -Angestellte sollen an einem neuartigen Lautsprecher arbeiten.
/ Ingo Pakalski
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Syng will einen besseren Lautsprecher als Apples Homepod bringen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Syng will einen besseren Lautsprecher als Apples Homepod bringen. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Ein neues Unternehmen will bei vernetzten Lautsprechern alles anders und besser machen als die Konkurrenz. Es heißt Syng und hat verschiedenen potenziellen Investoren einen selbst entwickelten Lautsprecher präsentiert. Das berichtet die Financial Times(öffnet im neuen Fenster) mit Verweis auf mehrere Personen, die mit den Plänen vertraut sind. Die Belegschaft von Syng besteht zu einem Teil aus früheren Apple-Angestellten – dabei ist jemand, der maßgeblich Apples Homepod mitentwickelt hat.

In Vorstellungen gegenüber möglichen Investoren soll sich Syng selbst als "die Zukunft der Tonfirma" bezeichnen. Das Unternehmen möchte eine Lautsprecherreihe namens Cell auf den Markt bringen. Die Geräte sollen spezielle Technik nutzen und so einen "revolutionären" Klang liefern, der "nicht von der Realität zu unterscheiden" sei. Dafür werde ein neuartiges Audioformat eingesetzt.

Derzeit ist vorgesehen, den ersten Cell-Lautsprecher im vierten Quartal 2020 auf den Markt zu bringen. Weitere Modelle sind in den Folgejahren geplant. Die Geräte werden vor allem als Konkurrenz zu Apples Homepod und den Sonos-Produkten genannt. Demnach handelt es sich um einen vernetzten Multiroom-Lautsprecher, der üblicherweise direkt über Streaming-Dienste mit Musik bespielt wird. In welchen Preisregionen die Lautsprecher angesiedelt sein werden, ist noch nicht bekannt.

Syng will Audiotechnik an Hersteller lizenzieren

Syng will aber nicht nur Lautsprecher verkaufen, sondern auch die eigene Audiotechnik an andere Hardware-Hersteller lizenzieren. Zudem sollen über Abodienste Einnahmen generiert werden; nähere Details sind dazu noch nicht bekannt. Die Financial Times hat Syng um eine Stellungnahme gebeten, die blieb aber aus.

Syng soll bereits 15 Millionen US-Dollar zur Finanzierung eingesammelt haben und will derzeit weiteres Geld zusammenbekommen, während es sich auf die erste Produkteinführung vorbereitet. Derzeit sei noch unklar, wie sich die Corona-Pandemie für das Unternehmen auswirkt. Es könnte sein, dass sich dadurch die Produkteinführung verschiebt.

Zu den Syng-Gründern gehören Christopher Stringer und Afrooz Family, die früher beide bei Apple gearbeitet haben. Stringer hat zuvor 20 Jahre zusammen mit Jony Ive bei Apple die Designs für neue Geräte entwickelt. Dazu sollen das iPhone, die Apple Watch und der Homepod gehört haben.

Die Geheimwaffe von Syng

Als Art Geheimwaffe gilt aber vor allem Afrooz Family, der 2012 zu Apple gekommen ist und in mehreren Patenten des Unternehmens genannt wird. Unter anderem hat er am System der Klangeinmessung mitgearbeitet. Je nach Platzierung im Raum soll der Homepod immer einen möglichst guten Klang liefern.

Weitere frühere Apple-Designer und -Ingenieure sollen bei Syng arbeiten. Zudem sollen im Unternehmen frühere Mitarbeiter von Nest, Ring, Nike, Facebook und Audiofirmen wie Harman International und Bowers & Wilkins tätig sein.

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