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Ordner einrichten, Master sein

In den globalen Optionen lässt sich auch festlegen, wie oft ein Scan der zu synchronisierenden Verzeichnisse erfolgen soll, wie hoch die Datentransferrate sein soll oder ob das lokale Webinterface nur mit einem Passwort erreichbar sein soll. Sämtliche Einstellungen werden in der Textdatei config.xml gespeichert, die zusammen mit Zertifikat und Schlüssel unter Linux im Home-Verzeichnis unter ./config/syncthing abgespeichert wird. Unter Windows liegen sie im versteckten Benutzerverzeichnis Lokale Einstellungen.

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Neben dem standardmäßig eingerichteten Sync-Verzeichnis lassen sich auch weitere Ordner zur Synchronisierung freigeben. Dazu wird im globalen Edit-Menü die Option Add Repository ausgewählt. Unter Repository ID wird ein beliebiger Name vergeben, darunter, unter Repository Path, wird der Pfad zum freigegebenen Verzeichnis festgelegt. Das zu synchronisierende Repository muss auf allen Rechnern eingerichtet und der ID-Name identisch sein. Das Repository darf aber auf dem jeweiligen Rechner auf ein anderes Verzeichnis verweisen.

Versionierung

Darunter gibt es etliche Optionen, mit denen die Synchronisierung gesteuert werden kann. Sind alle Nodes gleichwertig im Netz, wirken sich die Änderungen auf einem Node auch auf die anderen aus. Wird also im Sync-Ordner eines Rechners eine Datei gelöscht, verschwindet sie auch auf allen anderen. Wird stattdessen die Option Repository Master ausgewählt, bleiben Dateien, die auf anderen Nodes in dem Ordner gelöscht werden, auf diesem Master-Node erhalten. Erst wenn sie dort gelöscht werden, wirkt sich das auf alle anderen Nodes aus. Sind zwei oder mehr Repositories als Master definiert, wird zwischen diesen keine Synchronisierung mehr stattfinden, also werden weder Dateien gelöscht noch hinzugefügt.

Unter File Versioning lässt sich eine Versionierung aktivieren, die eine festzulegende Anzahl von Sicherheitskopien von Dateien anlegt, an denen Änderungen vorgenommen wurden. Die früheren Versionen werden im jeweiligen Verzeichnis im versteckten Ordner .stversions abgelegt und müssen im Bedarfsfall händisch von dort wiederhergestellt werden. Für Linux und Unix-Benutzer gibt es zusätzlich die Option, die Zugriffsberechtigungen für Dateien zu ignorieren. Damit wird das Synchronisieren von Dateien auf FAT-Datenträgern ermöglicht. Schließlich lässt sich unter Share with Nodes festlegen, mit welchen Rechnern im Synchronisierungsnetzwerk der jeweilige Ordner abgeglichen werden soll.

Wackelige App

Es gibt bereits eine App für Android, die sich allerdings in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befindet, wie die Entwickler auch selbst anmerken. Dort wird automatisch das Verzeichnis zum Synchronisieren freigegeben, in dem die Smartphone-Kamera die Aufnahmen ablegt. Darüber lassen sich auch die IDs anderer Nodes per QR-Code einlesen. Auch hier klappte die Verbindung jedoch nicht. Der Client auf einem entfernten Rechner meldete stets, die Verbindung sei wegen eines Unexpected EOF (End of File) abgebrochen.

Fazit

Auf den ersten Blick macht Syncthing einen guten Eindruck. Es bringt alle Kriterien einer sicherheitsrelevanten Software mit: Der Quellcode liegt vollkommen offen, die Entwickler arbeiten transparent und es gibt häufige Updates.

Die Dokumentation hingegen ist noch dürftig beziehungsweise unübersichtlich auf zu viele Seiten verteilt. Hier wäre ein Wiki besser, als die Informationen in Form von Fragen und Antworten in einer Forumssoftware zu verteilen. Es gibt zwar eine ordentliche Einführung, die FAQs sind aber eher dürftig und die meisten Einträge erklären, wie Syncthing automatisch auf diversen Betriebssystemen gestartet werden kann. Die mangelhafte Dokumentation macht es auch schwer, die Software zu debuggen oder bei Fehlern an der richtigen Stelle zu suchen.

Warum die Entwickler standardmäßig das als unsicher geltende UPnP einsetzen wollen, ist ebenfalls nicht ganz nachvollziehbar. Sicherlich gilt UPnP als leicht zu konfigurieren, in den meisten Routern dürfte es aber abgeschaltet sein. Viele unterstützen UPnP gar nicht erst. Immerhin gibt es die Ausweichmöglichkeit, die Verbindungen per DDNS oder statischer IP-Adresse zu konfigurieren. Vielleicht sollten die Entwickler beim ersten Aufruf nochmals explizit auf UPnP hinweisen und die Alternativen samt Konfiguration des Routers genauer erklären.

Syncthing ist noch in der Betaphase. In den zwei Wochen unseres Versuchs gab es bereits zwei Updates. An der Kernfunktion der Software - der Synchronisierung - gibt es nichts zu beanstanden. Auch die etwas längeren Wartezeiten, bis sich zwei Rechner im Netz gefunden haben, sind bei P2P-Netzwerken durchaus üblich. Die Zeit kann softwareseitig noch verkürzt werden. Die kleinen Macken in der Weboberfläche, etwa dass ein zu synchronisierendes Verzeichnis noch händisch eingetragen werden muss, werden hoffentlich in einer der nächsten Versionen ebenfalls noch behoben.

Syncthing Clients gibt es für Windows, Mac OS X und Linux. Die Software steht unter der MIT-Lizenz.

 Syncthing im Test: P2P-Synchronisierung leicht gemacht
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Adminator 17. Sep 2016

Für mich auch das Killerkriterium. Es muss durch die äußerst restriktive Büro-Firewall...

Charl 23. Sep 2014

Leider wird encfs seit ein paar Jahren nicht mehr betreut und weist daher zahlreiche...

nille02 18. Jul 2014

.. auf deren Website, brauchen sie wohl noch etwas. Ich hoffe, das noch eine Mobile App...

SelfEsteem 16. Jul 2014

Probleme, Probleme ... Gott im Himmel. Wir schreiben das Jahr 2014, das Wort wurde...


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